30 Tage lang haben die Fachleute der staatlichen Beteiligungsholding Parpública gearbeitet. Sie haben die Ende Juli eingegangenen, bindenden Offerten von Lufthansa Group und Air France-KLM für eine Beteiligung an Tap Air Portugal geprüft. Am 1. September haben sie ihre Einschätzung an die Regierung in Lissabon weitergeleitet. Ein Sprecher erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Lusa, man werde «das Dokument nun prüfen und zu gegebener Zeit dazu Stellung nehmen, um diesen Prozess fortzusetzen».
In ihrem Angebot mussten Lufthansa Group und Air France-KLM einen Preis für den Anteil von 44,9 Prozent an Tap (weitere 5 Prozent sind für die Angestellten vorgesehen) festlegen und erklären, wie sie den Betrag bezahlen werden - ob in bar oder in der Form eigener Aktien. Daneben mussten sie aufzeigen, wie sie die portugiesische Nationalairline weiterentwickeln wollen. Sie hatten auch Aussagen zu Synergien und zur Sicherung der Bedeutung des Drehkreuzes Lissabon sowie der regionalen Flughäfen zu machen.
Sieger kann bereits 2026 bei Tap mitreden
Viel Zeit wird sich die Regierung mit ihrer Entscheidung nicht lassen. Sie hatte bereits angekündigt, dass man im September entscheiden werde. Der neue strategische Partner von Tap könne bereits 2026 gemeinsam mit dem bestehenden Management bei der Führung der Fluggesellschaft mitwirken, so Infrastrukturminister Miguel Pinto Luz im Juni. Bis die Beteiligung tatsächlich übertragen wird, wird es allerdings noch etwas länger dauern. Das dürfte wegen der umfangreichen Prüfungen und Genehmigungsverfahren auf europäischer Ebene erst im Sommer 2027 passieren.
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