Airbus A350 von Lufthansa in München: Es steht wieder ein Streik bevor.

Ufo-AufrufKabinenpersonal von Lufthansa streikt am Freitag

Ausgerechnet zum Ende der Osterferien drohen vielen Lufthansa-Passagieren Verspätungen und Ausfälle. Die Gewerkschaft Ufo hat das Kabinenpersonal der größten deutschen Fluggesellschaft und ihrer Regionaltochter Lufthansa Cityline zum Streik aufgerufen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

In Bayern und Hessen und etlichen weiteren Bundesländern läuft gerade die letzte Woche der Osterferien. Am Freitag (10. April) dürfte es zu entsprechend viel Rückreiseverkehr kommen. Doch ausgerechnet dann droht an den beiden Lufthansa-Drehkreuzen Frankfurt und München Stress. Denn die Gewerkschaft Ufo (Unabhängige Flugbegleiter Organisation) hat das Kabinenpersonal von Lufthansa zum Streik aufgerufen.

Der Arbeitskampf soll am Freitag, 10. April, von 00:01 bis 22:00 Uhr stattfinden. Betroffen sind sämtliche Abflüge von Lufthansa an den Drehkreuzen Frankfurt und München. Auslöser ist eine festgefahrene Tarifrunde. Seit rund fünf Monaten verhandeln beide Seiten über einen neuen Manteltarifvertrag, bislang ohne Ergebnis. In einer Urabstimmung sprachen sich laut Gewerkschaft 94 Prozent der Mitglieder für Streikmaßnahmen aus.

Vorwurf: Lufthansa habe sich «nicht einen Millimeter» bewegt

Ufo wirft Lufthansa vor, bislang kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt zu haben. «Diese Situation wäre vermeidbar gewesen», lässt sich der Vorsitzende Joachim Vázquez Bürger in einer Mitteilung zitieren. Man habe die Osterfeiertage bewusst ausgespart, um Reisende zu schonen. Dennoch seien nun Beeinträchtigungen kaum zu vermeiden.

Auch aus Sicht der Tarifkommission ist die Front verhärtet. Die Arbeitgeberseite habe sich «nicht einen Millimeter» bewegt, kritisiert Verhandlungsführer Harry Jaeger. Stattdessen fordere Lufthansa unter dem Stichwort Produktivität Einschnitte bei bestehenden Schutzregelungen für das Personal. Die Gewerkschaft betont, weiterhin gesprächsbereit zu sein. Doch ohne konkretes Angebot gebe es keine Grundlage für Verhandlungen.

Streik auch bei Lufthansa Cityline

Ebenfalls gestreikt wird bei Lufthansa Cityline. Die Regionaltochter soll aufgelöst und von City Airlines ersetzt werden. Hintergrund des Streiks bei Cityline ist laut Ufo «die weiterhin ausbleibende Bereitschaft der Arbeitgeberseite, Verhandlungen über einen tariflichen Sozialplan aufzunehmen, auf unsere Forderungen einzugehen oder zumindest ein verhandlungsfähiges Angebot zu unterbreiten – trotz der geplanten Einstellung des Flugbetriebs und der existenziellen Folgen für rund 800 Kabinenbeschäftigte».

Jaeger sagt: «Die Kolleg:innen stehen seit Monaten vor einer völlig unklaren Zukunft.» Sie würden trotzdem keine verlässliche Absicherung angeboten bekommen. «Statt Sicherheit zu schaffen, wird weiter ausgesessen.» Das sei für die Betroffenen nicht akzeptabel.

Auch Cockpitpersonal von Lufthansa hatte gestreikt

Erst im März hatte das Cockpitpersonal von Lufthansa, Lufthansa Cargo und Lufthansa Cityline zwei Tage lang gestreikt. Das führte zu massiven Flugausfällen. Nach Angaben der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit fielen am ersten Streiktag von rund 800 geplanten Flügen mehr als 600 aus, also knapp 80 Prozent. Am zweiten Streiktag wurden von etwa 700 geplanten Verbindungen über 550 gestrichen, ebenfalls rund 80 Prozent.

Hintergrund des Arbeitskampfes der Piloten waren Streitigkeiten über die betriebliche Altersversorgung bei Lufthansa und Lufthansa Cargo sowie über einen Vergütungstarifvertrag bei Lufthansa Cityline. Inzwischen finden wieder Gespräche statt.

Von der Breaking News bis zur Hintergrundanalyse: Unser Team begleitet die Luftfahrt mit Erfahrung und Leidenschaft. Unterstützen Sie unabhängigen Qualitätsjournalismus – für weniger als einen Cappuccino im Monat. Jetzt hier klicken und abonnieren

Mehr zum Thema

ticker-lufthansa

Reifen geplatzt: Airbus A320 von Lufthansa muss Start in Frankfurt abbrechen

ticker-lufthansa

Video: Auch zweiter Airbus A340-600 von Lufthansa winkt zum Abschied

ticker-lufthansa

Wie Lufthansa die Boeing 747-400 auf welchen Routen ersetzt

ticker-lufthansa

Lufthansa fliegt wieder ohne zusätzlichen Treibstoff nach Frankfurt

Video

air new zealand syknest
Air New Zealand verschiebt den Start ihrer Schlafkojen für die Economy Class abermals. Eigentlich sollte Syknest 2026 endlich in der Boeing 787 abheben. Doch noch fehlt die Zertifizierung - da erneut eine Behörde bei der Zulassung nicht hinterherkommt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Gulfstream G400 von Baires Fly: Das Flugzeug mit der Kennung LV-JQW brachte Flavio Bolsonaro in die USA.
Eine rund 22 Jahre alte Gulfstream G400 von Baires Fly brachte Flávio Bolsonaro und seine Familie über Ecuador nach Miami. Die argentinische Charterfirma flog einst auch Javier Milei - und auch ihr Eigentümer hat Ärger mit der Justiz.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
lufthansa fra gate of the future 07
Lufthansa und der Flughafen Frankfurt testen im Terminal 1, wie ein Gate effizienter funktionieren kann und zugleich komfortabler für die Gäste wird. Dabei geht es sowohl um Lounge-Elemente, als auch darum, Bewegungen zu analysieren und einem Software-Wirrwarr Herr zu werden.
Timo Nowack
Timo Nowack