Eine Boeing 737-800 in Eurowings-Schriftzug und Smartwings-Winglet: Eurowings hat die Flugzeuge für drei Jahre geleast.

Sechs FlugzeugeJetzt fliegen wieder Boeing 737 mit Eurowings-Lackierung

In den vergangenen Wochen sind immer wieder Boeing 737-800 in einer Lackierung aus Eurowings und Smartwings gesehen worden. Die Lufthansa-Tochter hat die Maschinen geleast. Damit kehrt die Boeing 737 in Eurowings-Optik schon wieder zurück.

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Eurowings ist eigentlich eine reine Airbus-Betreiberin. Zur Flotte der Lufthansa -Tochter gehören rund 100 Flugzeuge der Airbus-A320-Familie. Eigentlich, denn in diesem Sommer listet das Luftfahrtdatenportal CH-Aviation sechs Boeing 737-800. Schon wieder.

Erst im vergangenen Oktober hatte die Kölner Fluglinie die letzten beiden Boeing 737-800, die zuletzt in der Domstadt stationiert waren, verabschiedet. Dass Eurowings überhaupt Boeing 737 in der Flotte hatte, geht auf einen Deal zwischen Air Berlin und Tuifly aus dem Jahr 2009 zurück.

Boeing 737 zurück in Köln/Bonn

Die Berliner leasten damals 14 Flugzeuge samt Crews für zehn Jahre von Konkurrentin Tuifly. Air Berlin ging Pleite. Eurowings übernahm den Deal, um die durch die Insolvenz entstandenen Lücken schließen zu können. Im Lauf der Zeit schraubten Tuifly und Eurowings den Deal immer weiter zurück.

Rund ein halbes Jahr später ist die Boeing 737-800 in Eurowings-Lackierung wieder zurück am Flughafen Köln/Bonn. «Zur Verstärkung unseres Programms haben wir diesen Sommer sechs Smartwings-Flugzeuge im Wetlease unter Vertrag», teilt ein Sprecher der Airline mit. Neu ist das nicht.

Sechs Maschinen

Unbekannt war bisher die Dauer der Vereinbarung. «Wir haben mit Smartwings einen 3-jährigen Vertrag geschlossen – die Unterstützung erfolgt aber nur in den Sommermonaten». Alle sechs Flugzeuge sind in Köln/Bonn stationiert. Konkret handelt es sich um sechs Boeing 737-800, wie der Sprecher weiter mitteilt. Die Maschinen mit den Kennungen OK-TSE, OK-TVV, OK-TVU, OK-TVT, OK-TSF sowie OK-TSO sind zwischen 10 und 15 Jahren alt

Bei dem Geschäft handelt es sich, wie auch schon bei dem Tuifly-Deal, um ein sogenanntes Wet-Leasing, das heißt Eurowings mietet die Flugzeuge inklusive Cockpit- und Kabinencrews.

Eurowings-Smartwings-Zwitter

Und neu ist auch, dass die Maschinen den Eurowings-Look erhalten. «Wir lassen alle Flugzeuge in Eurowings-Farben bekleben - mit Ausnahme der Winglets und Triebwerke», so der Sprecher. Weil die Transformation sukzessive durchgeführt wurde, gab es eine kurze Zwischenphase, in der Smartwings-Flugzeuge mit dem Eurowings-Schriftzug auf dem Rumpf unterwegs waren, aber das Heck noch in Smartwings-Optik erschien.

Die OK-TSO in Eurowings-Lackierung. Die Winglets bleiben in Smartwings-Optik. (Bild: Andreas Neudert)

«Alleine die Tail-Beklebung dauerte pro Flugzeug circa 14 Stunden und zog sich insgesamt über mehrere Tage hin, da entsprechende Bodenzeiten im Flugplan benötigt wurden», so der Sprecher. Fünf der Maschinen sind schon im kompletten Eurowings-Look unterwegs. Das verbleibende Flugzeug werde in den nächsten Tagen beklebt, so der Sprecher.

Auch Kabinen werden angepasst

Aber nicht nur außen gibt Eurowings den Maschinen den eigenen Look, auch die Kabine wird angepasst. In den Reihen wurde der Sitzabstand vergrößert, um den Business-Class-Reisenden mehr Beinfreiheit zu bieten. Zudem werden alle Kopfstützen mit dem Eurowings Branding überzogen.

In einem Interview mit aeroTELEGRAPH erklärte Airline-Chef Jens Bischof schon 2023, die Unterschiede zwischen dem Eurowings-Produkt und den Partner-Airlines so gering wie möglich halten zu wollen. Mit dem Investment in die Firmenflotten «wollen wir signalisieren, dass wir die volle Verantwortung für das Produkterlebnis übernehmen».

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