Heckflosse von South African: Die Airline steckt in großen Problemen.

Finanzielle ProblemeHilft Etihad South African Airways?

Wieder einmal geht der südafrikanischen Nationalairline das Geld aus. Die Führung gibt sich 90 Tage Zeit, um South African zu retten. Etihad wird mithelfen.

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Es muss dieses Mal wirklich schnell gehen. Innerhalb von 90 Tagen will Vorstandsvorsitzender Nico Bezuidenhout die Kosten um 1,3 Milliarden Rand oder umgerechnet 90 Millionen Euro senken. Kern des Plans ist eine Konzentration von South African Airways auf Afrika. Denn auf dem Heimatkontinent verdient die südafrikanische Nationalairline Geld.

Anderswo wird aber das Streckennetz dezimiert. Die Routen nach Hongkong, Mumbai und Peking werden gestrichen - oder zusammen mit einem Partner betrieben. Denn sie sind hochdefizitär. Alleine die Flüge von Johannesburg in die chinesische Hauptstadt verursachen offenbar jährliche Verluste von 300 Millionen Rand.

Management und Aufsichtsrat bekämpften sich

South African bekam in den letzten Jahren wiederholt Garantien und Kapitalspritzen vom Staat. Sonst hätte die Fluglinie Insolvenz anmelden müssen. Ein langfristiger Sanierungsplan war zwar verabschiedet, doch nie wirklich umgesetzt worden. Management und Aufsichtsrat bekämpften sich gegenseitig, statt ihr Unternehmen zu retten.

Inzwischen hat die Regierung in Pretoria genug. Sie hat angekündigt, keinen Cent mehr zu investieren. SAA muss selber klarkommen. Deshalb will Bezuidenhout einen strategischen Investor suchen. Wie er am Donnerstag (11. Dezember) bekannt wurde, vertiefen South African und Etihad ihre Zusammenarbeit. Dazu verdoppeln sie die Zahl ihrer Codeshare-Strecken auf 49. Weitergehende Kooperationen sind angedacht. In die Strategie von Etihad würde die südafrikanische Airline jedenfalls passen. Und eine Beteiligung wäre sicherlich billig zu haben.

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