Klaus-Michael Kühne: «Aber wenn es hart auf hart kommt» ....

Klaus-Michael KühneGroßaktionär: Lufthansa «hat sich total verzettelt»

Der mit Abstand größte Aktionär liest der Führung des Luftfahrtkonzerns die Leviten. Klaus-Michael Kühne beklagt den Qualitätsverlust bei Lufthansa und Swiss und deutet an, künftig mehr Druck zu machen.

Top-Jobs

Smartline

Commander / First Officer Cessna Latitude C680A (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna C560XLS (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna 525 (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Interpersonal

Trainer (SFI/TRI/TRE, all genders)

Interpersonal trainerpool
Vollzeit
Hamburg
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Niemand sonst besitzt so viele Anteile an Lufthansa Group wie er. 18,8 Prozent hält Klaus-Michael Kühne am deutschen Luftfahrtkonzern. Der zweitgrößte Aktionär kommt nur auf rund 3 Prozent (siehe Grafik). Trotz dieser Macht verhielt sich der Logistikunternehmer bisher recht still.

Das ändert sich nun, nachdem der Aktienkurs von Lufthansa Group deutlich gesunken ist. «Bisher machen wir keinen Druck, aber wir werden in Kürze mit den Vorsitzenden des Aufsichtsrats und des Vorstands sprechen», sagte der Unternehmer in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. «Man legt Wert auf den Dialog mit uns, aber bisher hat man die Geschäftspolitik nicht geändert. Je nachdem, wie das weitergeht, müssen wir uns stärker artikulieren.»

«Bei einer überzeugenderen Geschäftspolitik» höherer Aktienkurs

Kühne findet, die Strategie der Lufthansa-Gruppe sei «angreifbar». «Sie hat sich total verzettelt mit wahnsinnig vielen Nebenprodukten und Airlines unter ganz verschiedenen Namen. Das finde ich nicht gut. Ich bin ein Freund von einfachen und übersichtlichen Strukturen», so der Großaktionär. Und er ist überzeugt, dass «bei einer überzeugenderen Geschäftspolitik» der Aktienkurs höher wäre.

Kühne findet, das Management unter Carsten Spohr habe «die Kernmarke vernachlässigt». Lufthansa stehe daher «nicht mehr in der ersten Reihe mit Fluggesellschaften wie Emirates und den Fernost-Airlines. Dass man es so weit hat kommen lassen, bei aller deutschen Gründlichkeit und Perfektion, das wundert mich sehr», so der 87-Jährige zur FAZ. Zugleich sieht er ein, dass ein Anbieten der allerhöchsten Qualität nicht wirtschaftlich sein würde und er anerkennt auch, dass bei Lufthansa der Druck durch die Gewerkschaften besonders hoch ist.

Auch Kritik an Swiss: «Standard gesunken»

Wie zuletzt einige andere Prominente kritisiert Kühne, der in der Schweiz wohnt, auch Lufthansa-Group-Tochter Swiss. Bei ihr sei «der Komfort und der Standard» gesunken, sagt er. Wie bereits früher einmal kritisiert er vor allem, dass die Schweizer Fluglinie so stark auf Wet-Lease setzt. Die Partner hätten ein «ganz anderes Produkt» (Air Baltic) oder «sehr enge Flugzeuge» (Helvetic Airways), bemängelt er.

Seinen Anteil an Lufthansa Group will er vorerst nicht mehr erhöhen, so Kühne. Mit den knapp 20 Prozent habe man im Moment genug. «Damit kratzen wir an der Hauptversammlungsmehrheit, weil nur rund 40 Prozent der Aktionäre zur Hauptversammlung kommen», erklärt Kühne. Er weiß, dass er damit eine große Macht im Konzern hat, sagt aber dazu: «Wir wollen keinen Streit.» Doch Kühne wäre kein derart erfolgreicher Unternehmer, wenn er nicht einen zweiten Satz nachschieben würde: «Aber wenn es hart auf hart kommt, könnten wir darüber nachdenken, diesen Hebel zu nutzen.»

Mehr zum Thema

Flieger von Lufthansa, Container von Kühne + Nagel: Gemeinsame strategische Optionen.

Was der Einstieg von Kühne bei Lufthansa verändert

Winglet und Börsenkurs von Lufthansa Group in den letzten zwölf Monaten: Abwärtstrend.

Warum beurteilt die Börse Lufthansa so skeptisch?

Flieger von Air Baltic, Eurowings und Helvetic: Enge Partnerschaft.

Air Baltic fliegt kommenden Sommer mit 21 Airbus A220 für Lufthansa Group

Der erste Airbus A350-1000 von Lufthansa: Soll ab Ende Oktober im regulären Einsatz stehen.

Lufthansas erster Airbus A350-1000: Konfiguration, geplanter Starttermin und erste mögliche Ziele

Video

Airbus A350 F bei den Bodenschwingungstests: Der Flieger wird kräftig durchgeschüttelt.
Vor dem Einsatz muss ein neues Flugzeug zahlreiche Erprobungen bestehen. Airbus hat nun die Bodenvibrationstests des A350 F abgeschlossen. Sie liefern wichtige Erkenntnisse über das Schwingungsverhalten des Frachters und bilden die Grundlage für die Flugerprobung.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
alaska airlines missionarin
Eine christliche Influencerin hielt in einem Flugzeug von Alaska Airlines unaufgefordert eine Rede über Gott und Jesus - und das nicht zum ersten Mal. Nun musste sie am Gate weiterpredigen.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a321 neo jetsmart sprayer
Sprayer haben am Flughafen Santiago de Chile einen Airbus A321 Neo besprüht, der noch nicht mal ein Jahr alt ist. Es handelt sich um einen von drei Jets im Besitz von Jetsmart, die Wizz-Air-Farben tragen.
Timo Nowack
Timo Nowack