Fensterplatz: Neue Routen werden auch mit Daten von neuem Google-Dienst Demand Explorer geplant.

Demand ExplorerGoogle hilft Lufthansa und Co. beim Neustart

Neue Routen werden oft Monate vor dem Start geplant. Um Märkte inmitten des Chaos der Coronakrise zu analysieren, nutzen einige Airlines ein neues Google-Tool.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation

Mit der Google-Suchmaschine oder dem dazugehörigen Flugportal Google Flights sammelt der Onlineriese bereits seit 2011 im großen Stil Daten darüber, wo Internetnutzer gerne hinfliegen. Genau diese Informationen fließen in die Marktanalysen vieler Fluglinien hinein, denen Google seine Daten zur Verfügung stellt.

Bisher konnten Fluglinien jedoch nur Suchanfragen für ihre eigenen Routen einsehen. Zahlen über die Konkurrenz blieben dabei geheim. Anfang dieses Jahres startete Google einen neuen Dienst. Demand Explorer stellt Fluglinien Datensätzen über die Nachfrage aller angebotenen Flüge jeder Airline zur Verfügung.

Keine Zeit für monatelange Planungen

Inmitten der Corona-Krise und dem Neustart des Passagierverkehrs ist dieser Service zum wichtigen Werkzeug geworden. Etwa ein Dutzend Airlines nutzen Demand Explorer bereits, berichtet das Portal Skift. Zu den bekannten Kunden gehören etwa Air France sowie Lufthansa.

Wie viele andere große Airlines fahren auch die beiden Riesen aus Europa ihren Betrieb langsam wieder hoch. Der Einführung neuer Routen ging in Zeiten vor Corona monatelange Planungen voraus. Der Fast-Stopp des weltweiten Passagierverkehrs hat die Marktsituation jedoch schlagartig geändert.

Start wegen Corona vorgezogen

«Das Verständnis der weltweiten Nachfrage auf Streckenebene ermöglicht es uns, fundierte Entscheidungen darüber zu treffen, welche Strecken wir zuerst wieder aufnehmen werden», sagt Maximilian Vietmeier, bei Lufthansa zuständig für Online-Strategie. Ähnlich sieht man das auch bei Air France: «Das Tool ermöglicht es uns, Markterholung vorherzusagen und unsere Aktionen zu fokussieren», erklärt Julien Mallard, bei Air France zuständig für digitales Marketing.

Die aus Suchanfragen sowie aus Online-Ticketverkäufen, die Google bei einigen Airlines betreut, gewonnenen Daten sind vollkommen anonym, sagt das Online-Unternehmen. Anhand von IP-Adressen ist jedoch einsehbar, in welchen Regionen Online-Nutzer Flüge gesucht oder gebucht haben. Die Einführung von Demand Explorer war eigentlich für Ende dieses Jahres geplant, aufgrund der Coronakrise hat Google den Start jedoch vorgezogen.

Mehr zum Thema

Airbus A319 von Lufthansa: Die Flieger steigen langsam wieder öfter in den Himmel.

Lufthansa mit weniger Flugzeugen als 2005

Skizze eines Fliegers von Breeze Airways: Es geht später los.

Breeze Airways startet mit Verspätung

Airbus A321 von Vietnam Airlines: Die Airline sucht neue Flieger.

Vietnam Airlines will trotz Krise 50 Flieger kaufen

Flieger von Korean Air in Seoul: Wie kam die Patrone ins Flugzeug?

Auf diesen Flugrouten war 2023 am meisten los

Video

airbus a321 neo jetsmart sprayer
Sprayer haben am Flughafen Santiago de Chile einen Airbus A321 Neo besprüht, der noch nicht mal ein Jahr alt ist. Es handelt sich um einen von drei Jets im Besitz von Jetsmart, die Wizz-Air-Farben tragen.
Timo Nowack
Timo Nowack
Boeing AH-64 Apache - in 19 Armeen rund um den Erdball unterwegs
Militärfluggeräte kommen und gehen. Der Apache bleibt. Der Kampfhubschrauber flog vor mehr als 50 Jahren zum ersten Mal und wird wohl noch bis 2060 im Dienst der US Army und weiterer Armeen bleiben. Dies liegt nicht nur an seiner Panzerung und seiner Wendigkeit.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
leav damakus syrien wassersalut
Mit Leav fliegt wieder eine deutsche Fluglinie nach Syrien und baut ihr Angebot direkt aus. Sundair soll bald folgen. Auch Eurowings zeigte in der Vergangenheit Interesse - will aktuell aber noch nicht wieder das Land ansteuern.
Timo Nowack
Timo Nowack