Boeing 767-300 Er von Azur Air: Die Airline hat zwei Stück davon und beide dürfen jetzt auch mit Passagieren fliegen.

Azur AirGebeutelte Azur Air bekommt Hilfe

Um mit den massiven Verspätungen klar zu kommen, hat die Anex-Tour-Gruppe der deutschen Charterairline ein Flugzeug zur Verfügung gestellt. Zudem bekam Azur Air eine weitere gute Nachricht.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Systems Engineer - Electrical Focus

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Es ist der Alptraum jedes Chefs einer Fluggesellschaft. Zum Betriebsstart gibts kein Feuerwerk und keine Lobeshymnen, sondern nichts als Ärger. Zuerst bekam Azur Air das Luftverkehrsbetreiberzeugnis nicht rechtzeitig und die neue deutsche Charterfluglinie musste fremde Flugzeuge und Crews mieten, um die seit langem auf ihre Flüge gebuchten Passagiere zu transportieren. Dann musste sie wegen einer technischen Panne den Erstflug mit der eigenen Boeing 767 streichen.

Doch es kam noch dicker. Bald sorgten massive Verspätungen für negative Schlagzeilen. Und diese Woche legte ein Defekt das einzig einsatzbereite Flugzeug lahm – in Punta Cana. Der Rückflug verzögerte sich deshalb um drei Tage. Für die Behebung des «kleinen technischen Problems» habe ein Ersatzteil eingeflogen werden müssen, erklärt Azur Air. Dadurch musste die Fluglinie erneut auf Wet-Leases zurückgreifen, um die Reisenden an ihr Ziel zu bringen. Unter anderem setzte sie auf Euroatlantic Airways und Danish Air Transport.

Zweite Maschine darf starten

Azur Air Deutschland half aber auch die russische Schwester aus. Azur Air Russland schickte eine Boeing 767 zum Aushelfen. «Wir entschuldigen uns sehr für die entstandenen Unannehmlichkeiten. So eine Situation ist für einen Reiseveranstalter nie erfreulich, aber jeder der fliegt, weiß auch, dass es technische Probleme geben kann», so Hakan Bakar, stellvertretender Geschäftsführer des Reisveranstalters Anex Tour, dem Azur Air gehört. Selbstverständlich zahle man auch die international üblichen Entschädigungen bei Verspätungssituationen.

Zum Wochenende gab es für Azur Air dan immerhin eine gute Nachricht. Das deutsche Luftfahrt-Bundesamt erteilte der Fluggesellschaft am Freitag (21. Juli) die Bewilligung, ihre zweite Boeing 767 einsetzen zu dürfen. Die D-AZUC war am 12. Juli in Düsseldorf eingetroffen. Seither wartete Azur Air auf das Okay. Es kam im richtigen Moment, denn am Montag ist sie erstmals für Passagierflüge eingeplant.

Hohe außerordentliche Ausgaben

Dennoch ist der verpatze Start für Azur Air bitter. Zum einen schuf er innert kürzester Zeit einen negativen Ruf, den nun erst wieder durch überdurchschnittliche Leistungen aufpoliert werden muss. Zudem kostete die Miete von Flugzeugen und Crews die Fluggesellschaft sehr viel Geld. Das strapaziert das Budget der Neugründung. Immerhin einen Vorteil hat sie dabei: Sie hat mit dem niederländisch-türkischen Pauschalreiseveranstalter Anex Tourism Group einen kapitalkräftigen Eigentümer im Rücken.

Mehr zum Thema

ticker-deutschland

Fluggesellschaften kritisieren fehlende Reform der Flughafenentgelte im Infrastruktur-Zukunftsgesetz

ticker-deutschland

Deutschland - Resteuropa 92:111

ticker-deutschland

Deutsche Regierung verabschiedet neue Luftfahrtstrategie

ticker-deutschland

Deutsche Luftverkehrswirtschaft fordert weitere Entlastungen bei Steuern und Gebühren

Video

Der weltgrößte Papierflieger: Er flog über 59 Meter.
Papierflieger kennt jedes Kind. Doch dieses Exemplar sprengt alle Dimensionen: Mit mehr als 20 Metern Spannweite und einem Flug über 59 Meter hat ein Team aus Italien den Weltrekord für das größte flugfähige Papierflugzeug geholt - und Deutschland entthront.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Electra aero: So soll das Regionalflugzeug aussehen.
Der erfolgreiche Testflug des Kurzstartflugzeugs EL2 ist für Electra Aero nur der Anfang. Das Unternehmen entwickelt bereits ein deutlich größeres Verkehrsflugzeug für 100 Passagiere, das dank eines ungewöhnlichen Antriebskonzepts sehr effizient fliegen soll.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
bundeswehr luftwaffe airbus a400 m venezuela hilfe 02
Die deutsche Luftwaffe schickt Airbus A400 M nach Venezuela, um nach den verheerenden Erdbeben dort zu helfen. Auch kommerzielle Fluglinien stellen Flugzeuge zur Verfügung - so etwa Vietnam Airlines oder Iberia.
Timo Nowack
Timo Nowack