Wie sich bereits früher ankündigte, nimmt Eurowings die Flüge von Köln/Bonn und Stuttgart nach Dubai nicht auf. Im Buchungssystem von Eurowings sind den ganzen Winter über keine Flüge mehr zu finden. Der Grund dürfte wohl klar sein. Auch wenn Riyadh 900 Kilometer Luftlinie entfernt liegt, dürfte nach den tödlichen Angriffen auf den Flughafen der Hauptstadt Saudi-Arabiens die Lust vieler Menschen auf Ferien am Persischen Golf derzeit nicht sehr groß sein.
Auch Condor strich bereits Dubai-Flüge
Eurowings bestätigt gegenüber aeroTELEGRAPH die Streichung der beiden Dubai-Strecken. «Die touristische Nachfrage nach Dubai hat das frühere Niveau noch nicht wieder erreicht. Gleichzeitig belasten hohe Kerosinkosten die Wirtschaftlichkeit dieser vergleichsweise langen Strecken», erklärt eine Sprecherin. . Man bedauere diese Entscheidung und die damit verbundenen Unannehmlichkeiten für betroffene Gäste. Sie würden umgehend informiert und auf alternative Verbindungen von Lufthansa Group nach Dubai umgebucht.
Bereits vor drei Wochen hatte Condor entschieden, ihre Dubai-Flüge aus dem Programm zu nehmen. Sie hatte geplant, täglich von Berlin und Stuttgart nach Dubai zu fliegen. «Die Entscheidung erfolgt vor dem Hintergrund der weiterhin herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Luftverkehrsbranche weltweit», erklärte die Fluglinie.
Eurowings will Dubai-Flüge ab Berlin beibehalten
Eurowings hält vorerst an den Flügen von Berlin nach Dubai fest. Doch auch sie dürften angesichts der delikaten Weltlage laufend auf dem Prüfstand stehen. Genauso die neuen Verbindungen nach Baghdad, Beirut und Jeddah. Nach aktuellem Stand sollen sie aber durchgeführt werden, heißt es bei Eurowings. Für den Winterflugplan 2027/28 hält Eurowings zudem an dem Ziel fest, zusätzlich zu Berlin wieder Flüge ab Köln/Bonn, Stuttgart, Hannover und Düsseldorf nach Dubai anzubieten.
Vor allem aber die Flüge in die saudische Metropole dürften wackeln. Denn nach den Huthi-Angriffen auf Riyadh warnte die Easa vor Flügen über Teile Saudi-Arabiens. Sie verwies auf die Gefahr durch Raketenangriffe der Miliz aus dem Jemen und die saudische Luftabwehr. Zuvor seien nur der Süden und Südwesten Saudi-Arabiens ein Risikogebiet gewesen.
Huthis sind bereit anzugreifen
Die jüngsten Angriffe hätten gezeigt, dass die Huthis in der Lage und willens seien, Ziele tiefer im saudischen Hoheitsgebiet anzugreifen, darunter in den Regionen Riyadh, Tabuk, Medina und Yanbu. Dies «führen zu einem erhöhten Risiko der Fehlidentifizierung von Zivilflugzeugen sowie zu Risiken im Zusammenhang mit dem Überfliegen von Raketen und Drohnen, Abfangmanövern und herabfallenden Trümmerteilen». Jeddah liegt allerdings an der an der Westküste des Landes.
aeropur hinweis aeroTELEGRAPH