Heckflosse von South African: Regierung verhindert Grounding.

Erneut Staatshilfe für South African

Die südafrikanische Fluggesellschaft kann sich den Treibstoff nicht mehr leisten. Die Regierung hift mit mehreren Millionen aus.

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Umgerechnet rund 47 Millionen Euro sollen South African Airways aus der Krise helfen. Die südafrikanische Nationalairline kann ihre Treibstoffrechnungen und andere kurzfristige Verpflichtungen nicht mehr bezahlen. Um ein Grounding der Fluggesellschaft zu verhindern, verpasste die Regierung ihr nun eine Notfall-Finanzspritze von 550 Millionen Rand. Damit soll SAA die Schulden zurückzahlen und sich wieder aufrappeln, berichtet die südafrikanische Zeitung Mail & Guardian.

Innerhalb von drei Monaten soll die Airline die Schulden wieder zurückzahlen. Die Verträge betreffend der Treibstoffversorgung von SAA seien in der Überprüfung, teilte SAA-Chef Vuyisile Kona der Zeitung Sunday Times mit. Er sei sehr unglücklich mit den Anbietern. Als der größte Abnehmer von Treibstoff im Land könne man weit bessere Angebote erwarten, so der Manager. Doch die besten Kerosinpreise erhalte er in Übersee.

Kritik von Konkurrenz und Opposition

Die Regierung erklärte, ein solches Rettungspaket für eine Fluggesellschaft sei völlig normale, das habe man ja bereits auf der ganzen Welt gesehen. Doch die privaten Anbieter in Südafrika sind in Rage. Es sei ungerecht, das Missmanagement der Airline auch noch zu unterstützen, heißt es. Der Chef der privaten Comair beklagte sich schon im vergangenen Jahr in der Zeitung The Citizen, dass South African ohne Unterstützung durch die Regierung die Verluste im Inlandgeschäft nicht tragen könnte. Eine private Fluglinie wäre schon lange Konkurs gegangen, so Venter.

Im Herbst hatte South African Airways den Staat um eine Bürgschaft in Höhe von 5 Milliarden Rand (rund 465 Millionen Euro/560 Millionen Franken) gebeten und diese erhalten. Die Bürgschaft für die Verpflichtungen der Airline gelten rückwirkend ab dem 1. September 2012 bis Ende August 2014.

1Time überlebte nicht

Nur kurz danach ging die private 1Time pleite – ohne Unterstützung zu erhalten. Auch aus der Opposition erhielt die Airline damals Bestätigung. Das Ende von 1Time sei der Beweis «der fatalen Wirkung, welche die Anti-Wettbewerbs-Haltung der staatlich unterstützen South African Airways, SA Express und Mango haben», so die Sprecherin der Partei Democratic Alliance, Natasha Michael, damals.

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