Deutliche AufstockungEmirates verpasst vielen weiteren Airbus A380 und Boeing 777 neue Kabine

Erst sollten es 105 Jets sein, dann 120, jetzt werden es 191. So viele Airbus A380 und Boeing 777 bekommen bei Emirates eine Überarbeitung der Kabine - und damit eine Premium Economy Class.

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Die Nachfrage nach Flugreisen steigt, zugleich haben bestellte neue Flugzeuge Verspätung. Mit diesem Szenario müssen sich viele Airlines seit der Pandemie herumschlagen. Als Reaktion reaktivieren sie Flugzeuge, die eigentlich gar nicht zurückkommen sollten, wie Lufthansa den Airbus A380. Sie stärken ihre Flotten mit mehr geleasten Fliegern als sonst. Und sie behalten ältere Maschinen länger im Einsatz, als ursprünglich geplant.

Doch wenn Flugzeuge länger fliegen als geplant, brauchen sie irgendwann eine Auffrischung der Kabine. Zum einen, weil sich Sitze, Tische und Co. über die Jahre abnutzen, zum anderen, weil das Produkt sonst einfach nicht mehr modern und attraktiv genug ist. Das gilt besonders für Fluggesellschaften mit Premium-Anspruch.

Zuerst für 105 Flugzeuge geplant

Bei Emirates kommt ein weiterer Aspekt hinzu: Während die Airline aus Dubai auf verspätete Boeing 777X und Boeing 787 wartet, will sie dennoch ihr Premium-Economy-Angebot ausbauen - und das nicht nur in den Airbus A350, die ab September ankommen.

Emirates hatte die Sitzklasse Ende 2020 vorgestellt. Die letzten sechs neu ausgelieferten Airbus A380 der Fluglinie erhielten bereits das Produkt. Und im November 2021 kündigte Emirates an, auch 105 Flugzeuge (53 Boeing 777 und 52 Airbus A380) nachzurüsten und ihnen damit eine neue Kabine zu verpassen.

Erst plus 15, jetzt nochmal plus 71

Im April 2022 erklärte sie, 15 weitere A380 würden folgen. Und im August 2023 bilanzierte die Fluggesellschaft: «Seit Emirates ihre Premium Economy Class eingeführt hat, war die Resonanz der Kunden überwältigend positiv. Die Nachfrage übertraf die Erwartungen und die Buchungen stiegen von Monat zu Monat.»

Am Dienstag (7. Mai) kündigt Emirates nun an, dass nochmals 71 weitere Jets nachgerüstet werden, 43 Airbus A380 und 28 Boeing 777. Insgesamt steigt die Zahl der Nachrüstungen somit auf 191 Flugzeuge. Man sorge so für «Produktkonsistenz in der gesamten Flotte» und dafür, dass die «modernisierten Flugzeuge bis weit in die Mitte der 2030er-Jahre im aktiven Dienst sind», so Emirates.

Auch andere Klassen werden überholt

Emirates hat bisher 22 A380 umgerüstet, jeweils mit 56 Premium-Economy-Sitzen. Im Juli dieses Jahres wird die erste Boeing 777 einer Innenauffrischung unterzogen. Die Überholung jeder Boeing 777 dauert etwa zwei Wochen. Neben dem Einbau von 24 Premium-Ecomomy-Sitzen erfolgt unter anderem auch eine Renovierung der First-Class-Kabine und der Einbau neuer Business-Class-Sitze in einer neuen 1-2-1-Konfiguration.

«Mit Hinzufügung der Premium-Economy-Kabine wird Emirates' Boeing 777 mit 332 Sitzen in vier Klassen ausgestattet, darunter acht First-Class-Suiten, 40 Business-Class-Sitze und 260 Economy-Class-Sitze», erklärt die Airline. Um Platz für die 24 Premium-Economy-Sitze zu schaffen, werden 50 Economy-Sitze entfernt.

So viele Sitze wird Emirates verbauen

Sobald Emirates' Retrofit-Programm abgeschlossen ist, wird die Fluggesellschaft 8104 Premium-Economy-Sitze, 1894 erneuerte First-Class-Suiten, 11.182 verbesserte Business-Class-Sitze und 21.814 Economy-Class-Sitze installiert haben.

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