Es sind aktuell die am dichtesten bestuhlten Superjumbos. In einige ihrer Airbus A380 packt Emirates aktuell 615 Reisende. Doch damit ist bald Schluss. Bislang betreibt die Golfairline 15 Airbus A380 in einer reinen Zwei-Klassen-Konfiguration. Diese Version war auf Volumen ausgelegt: 58 Business-Class-Sitze im Oberdeck und ganze 557 Plätze in der Economy.
Zum Vergleich: Andere Airbus A380 der Golfairline bieten je nach Konfiguration zwischen 468 und 517 Sitze, mit deutlich kleinerer Economy-Kabine. Die 615-Sitzer waren damit die dichtesten Superjumbos der Flotte und kamen vor allem auf nachfragestarken, eher freizeitorientierten Strecken zum Einsatz. Doch bald gibt es sie nicht mehr, wie zuerst das Portal Simple Flying berichtete.
Neue Premium Economy und mehr Sitze in der Business Class
Denn nun beginnt die nächste Phase der Kabinenmodernisierung. Alle 15 Flugzeuge werden auf eine neue Drei-Klassen-Version mit 569 Sitzen umgerüstet. Herzstück ist die Einführung der Premium Economy, die Emirates erst vergleichsweise spät eingeführt hat, nun aber konsequent ausrollt. Auch in den neuen Airbus A350 ist sie serienmäßig verbaut. Im A380 wird sie in einer 2-4-2-Konfiguration eingebaut, mit 102 Zentimeter Sitzabstand, größerem Bildschirm und aufgewertetem Service.
Parallel wächst die Business Class deutlich: Statt 58 Sitzen werden künftig 76 eingebaut – ein Plus von rund 31 Prozent. Um Platz für Premium Economy und die größere Business Class zu schaffen, schrumpft die Economy-Kabine um 120 auf 437 Plätze. Damit verschiebt sich die Balance an Bord spürbar. Zählt man die Premium Economy hinzu, wächst der Anteil der höherwertigen Klassen von neun auf 23 Prozent.
Umgerüstete Airbus A380 von Emirates ab Mitte April in Dienst
Die ersten beiden umgerüsteten A380 sollen ab Mitte April in den Liniendienst gehen. Den Auftakt macht die Strecke von Dubai nach Amman. Später folgt unter anderem Prag als erste längere Route mit der neuen 569-Sitz-Version. Dort wird erstmals die Premium Economy im A380 von Emirates angeboten. Bis November sollen alle 15 Flugzeuge angepasst sein.
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