Bombardier CRJ von Skywest: Die Airline wechselt die Lieferantin.

Embraer sticht Bombardier aus

Skywest war bislang vor allem Kundin des kanadischen Flugzeugbauers. Nun kauft die amerikanische Regionalfluglinie groß beim brasilianischen Rivalen.

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Es geht nicht um eine Kleinigkeit. 200 Flieger umfasst die Bestellung von Skywest bei Embraer. Vierzig davon sind feste Order für Jets vom Typ Embraer 175 mit 76 Sitzplätzen, wie es in einer Mitteilung der amerikanischen Regionalfluglinie heißt. Mit diesen will sie Flüge im Auftrag von United Airlines durchführen. Weitere sechzig Bestellungen würden zu festen Bestellungen, wenn die Gespräche mit weiteren wichtigen Großkunden gut verlaufen, so Skywest weiter. Zusätzlich sicherte sich die Regionalairline sich auch noch Optionen für hundert weitere Jets vom Typ Embraer 175. Schon heute besitzt Skywest eine Flotte von mehr als 320 Flugzeugen.

Die Bestellung ist ein herber Rückschlag für den kanadischen Embraer-Konkurrenten Bombardier. Die Flotte von Skywest besteht momentan zu fast 90 Prozent aus Regionalfliegern der Kanadier - CRJ-100, -200, -700 und -900. Bombardiers Regionaljets leiden schon seit einer Weile an rückläufigen Bestellungen. Experten sehen den Grund für die Embraer-Bestellung auch darin, dass United Airlines ein guter Embraer-Kunde. Die Airline, für die Skywest mit den Jets hauptsächlich unterwegs sein will, möchte für eine ausgeglichene Flotte sorgen.

Zum wiederholten Mal untreu

Insgesamt 8,3 Milliarden Dollar wären die Bestellungen wert, wenn alle von ihnen verwirklicht werden. Bombardier erhielt bereits im vergangenen Jahr eine Abfuhr von Skywest, als die Airline mit Mitsubishi eine Vereinbarung über die Bestellung von 100 MRJ Regional Jets unterzeichnete.

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