Embraer E190 von Tame: hebt nicht mehr ab.

TameEcuador schließt seine Nationalairline

Die Corona-Krise fordert ein weiteres Opfer. Ecuador hat beschlossen, die Nationalairline Tame zu liquidieren.

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Ihre Geschichte begann 1962. Damals suchte die Regierung Ecuadors nach einem Weg, um abgelegene Gebiete des Anden-Staates besser anzubinden. Die Lösung war die Gründung von Transportes Aéreos Militares Ecuatorianos oder kurz Tame. Als Einheit der Armee entstand eine Fluggesellschaft, die bald nicht mehr nur nationale Routen bediente, sondern auch ins Ausland flog.

Damit ist es nun vorüber. Die Regierung von Ecuador hat beschlossen, Tame zu liquidieren. Auslöser war die Corona-Krise, die auch der Nationalairline heftig zusetzt, weil sie nicht mehr fliegen kann. Doch bereits zuvor lief es bei ihr schlecht. Umgerechnet 365 Millionen Euro an Verlusten haben sich inzwischen bei Tame angehäuft.

Private Alternativen

Es gebe beispielsweise mit Avianca und Latam genug private Alternativen, so die Regierung. Die Flotte von Tame bestand zuletzt aus sieben Flugzeugen - zwei Embraer E190, einem Airbus A319, einem A320 und drei ATR 42.

Ecuador versucht derzeit allgemein, die Rolle des Staates in der Wirtschaft zu reduzieren - auch um an Hilfe vom Internationalen Währungsfonds zu kommen.

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