Boeing 737 von Eastar Jet: Die Airline ist abgeschlagen.

Koreanische AirlineEastar Jet will mit neuem Namen Skandalen davonfliegen

Der koreanische Billigflieger litt nicht nur unter der Pandemie, sondern auch unter Skandalen des Airline-Gründers. Jetzt will Eastar Jet ganz neu anfangen.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Auf den ersten Blick sieht es aus wie eine klassische Airline-Geschichte in Corona-Zeiten: Die angeschlagene koreanische Billigairline Eastar Jet hofft zu Beginn der Pandemie auf eine eh bereits geplante Übernahme durch die Konkurrentin Jeju Air. Doch im Sommer 2020 scheitert das Geschäft und Eastar steht mitten in der Krise wieder alleine da.

Obwohl sie ihre Flotte von 18 Boeing 737 drastisch reduziert - auf heute nur noch drei Flugzeuge - muss die Fluggesellschaft im Herbst 2021 einen Restrukturierungsplan bei einem Insolvenzgericht einreichen. Bis hierhin ist es lediglich die Geschichte von einer von vielen Fluglinien weltweit, die durch Covid-19 vor dem Aus stehen.

Gründet schadete der Airline massiv

Doch bei der koreanischen Airline kommt noch ein handfester Skandal hinzu. Eastar-Gründer und Politiker Lee Sang-jik muss 2021 mehrere Monate in Haft wegen Kontroversen über nicht gezahlte Löhne und Korruptionsvorwürfe im Umfeld seiner Familie. Im Oktober kommt er allerdings auf Kaution frei.

Doch der Eastar-Gründer wird auch angeklagt, weil er Firmengelder veruntreut haben soll. Lee habe der Fluglinie Verluste in Höhe von 43,9 Milliarden Won (nach heutigem Kurz umgerechnet rund 32 Millionen Euro) Verluste beschert, indem er im Jahr 2015 Anteile unter Wert an eine Firma seiner Kinder verkauft habe. Anfang 2022 wird der Eastar-Gründer für diesen und weitere Vorwürfe zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt.

Fluglinie will tabula rasa machen

Mit dem Immobilienunternehmen Sung Jung erhält Eastar Jet noch 2021 einen neuen Eigentümer. Im Sommer 2022 scheint das Unternehmen dann erneut zu straucheln. Es gerät in die Kritik, weil es bei der Beantragung einer neuen Lizenz einem Ministerium falsche Finanzdaten übermittelt haben soll. Doch mittlerweile ist sie von diesem Vorwurf entlastet.

Und nun will die Fluggesellschaft ganz von vorne beginnen. Ende September 2022 teilt sie mit, mit neuem Management, neuem Namen, neuem Standort und zusätzlichen Kapital ein gänzlich neues Kapitel in der Firmengeschichte aufzuschlagen. Verbindungen zu Gründer Lee gebe es keine mehr. Bei Ermittlungen - die mittlerweile auch gegen einen Helfer von Lee laufen - arbeite man mit den Behörden zusammen, erklärt die Fluglinie.

Mehr zum Thema

Boeing 737 von Eastar Jet: Die Airline ist abgeschlagen.

Geplatzter Verkauf lässt Eastar Jet zittern

Die Boeing 747-8 der koreanischen Regierung im Anflug auf Frankfurt: Es war ein kurzer Besuch.

Boeing 747-8 der koreanischen Regierung in Frankfurt zu Gast

ticker sum air

Neue Regionalairline für Südkorea: Sum Air übernimmt erste ATR 72

ticker-welt

Die emsigsten Inlandsrouten der Welt im Jahr 2025

Video

Airbus U740 Valkyrie: Erstflug erfolgreich absolviert.
Sie startet ohne Landebahn, erreicht bis zu Mach 0,8 und kann bewaffnet werden: Die Airbus U740 Valkyrie hat ihren ersten Flug absolviert. Künftig soll das autonome Kampflugzeug gemeinsam mit Eurofightern operieren.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Boeing 747-8 von Lufthansa: Am 10.Oktober wäre es fast zu einem Tailstrike in Los Angeles gekommen.
Eine Boeing 747-8 von Lufthansa musste in Los Angeles durchstarten. Dabei kam das Heck des Jumbo-Jets der Piste bedenklich nahe.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Szene aus «111 - Echoes from Halifax»: Der Film zeigt die Tragödie anhand menschlicher Schicksale nach.
Anne Walser ist Produzentin des Kinofilms «111- Echoes from Halifax». Im Interview erklärt sie, weshalb das Thema Absturz von Swissair-Flug SR111 auch nach mehr als 25 Jahren noch aktuell ist, wieso sie bewusst auf einen Katastrophenfilm verzichtete und wie sich das Team vorbereitete.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin