Start des A380 von Emirates in Düsseldorf.

Reduzierte USA-FrequenzenDonald Trumps Politik vergrault Emirates

Das Elektronik-Verbot und strengere Einreisebestimmungen der USA führen zu einem Buchungsrückgang bei Emirates. Die Airline reduziert die USA-Frequenzen.

Top-Jobs

IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Auch wenn als offizieller Grund für das Elektronik-Verbot der Kampf gegen den Terror genannt wird: Dass die stärksten Konkurrenten der amerikanischen Fluggesellschaften es dadurch deutlich schwerer haben Passagiere anzulocken, war für die neue Regierung der USA eine willkommene Nebenwirkung. Nun zeigt sich auch, dass diese Wirkung tatsächlich eintrifft. Emirates streicht das Angebot an Flügen in die USA zusammen.

Fort Lauderdale und Orlando werden von Emirates statt täglich ab Mai nur noch fünf Mal in der Woche angeflogen. Das Angebot nach Seattle und Boston wird im Juni von zwei auf einen täglichen Flug reduziert, dasselbe passiert mit den Flügen nach Los Angeles im Juli. Die Fluglinie aus Dubai macht kein Geheimnis daraus, dass die Maßnahme mit der von der Regierung Trump verfolgten Politik zu tun hat.

US-Maßnahmen sind Grund für Reduktion

«Die Maßnahmen der US-Regierung bezüglich Einreisebestimmungen,  stärkerer Sicherheitskontrollen, Bestimmungen zu Visa und der Mitnahme von elektronischen Geräten haben sich direkt auf die Nachfrage unserer Kunden nach US-Flügen ausgewirkt», heißt es von Emirates. Zuvor hatte wohl bereits die harsche Rhetorik von Trump gegen Muslime vielen Passagieren den Appetit verdorben. In den letzten drei Monaten habe man einen signifikanten Rückgang bei USA-Buchungen bemerkt, so die Golfairline.

Man wolle die Nachfrage weiter beobachten und falls sich die Situation wieder verbessere, werde man die Kapazitäten wieder nach oben anpassen. Die frei gewordenen Kapazitäten sollen nach Asien verlegt werden. Von Etihad Airways heißt es weiterhin, die Trump-Politik wirke sich nicht signifikant auf die Buchungen aus. Qatar Airways hat sich zum Thema noch nicht geäußert.

Weniger Geschäftsreisende

Dass die Regierung Trump das Elektronik-Verbot zumindest zum Teil nutzt, um heimische Anbieter zu stärken, ist nicht ganz ausgeschlossen. Ein Hinweis darauf ist die Tatsache, dass Großbritannien zwar ein ähnliches Verbot eingeführt hat – die Drehkreuze von Etihad, Emirates und Qatar da aber nicht eingeschlossen sind. In der Branche ist man sich über den Hintergrund der Einbeziehung der drei Großen aus der Golfregion in den US-Bann denn auch einig.

Die Airlines haben zwar versucht, darauf zu reagieren, indem sie den Business-Reisenden zum Beispiel Gratis-Laptops oder Tablets sowie gratis Internet zur Verfügung stellen und am Gate einen Service bieten, bei dem die Geräte erst in letzter Minuten in den Frachtraum gepackt werden. Dennoch sorgt das Verbot gerade bei Geschäftsreisenden für mehr Aufwand – und liefert ein Argument, eher mit den bisher weniger beliebten amerikanischen Airlines zu reisen.

Kampf zwischen US- und Golfairlines

Die US-Anbieter beschweren sich seit Jahren darüber, dass die Golfairlines mit unfairen Mitteln gegen sie antreten würden. American, Delta und United bemängeln immer wieder, dass die arabischen Konkurrenten nur wegen staatlicher Subventionen ein besseres Produkt zu günstigeren Preisen bieten könnten. Die Angegriffenen hingegen konterten mit dem Gegenvorwurf, dass jede der der US-Airlines ohne staatliche Hilfen bereits pleite wäre.

Teilweise könnte der Abbau aber auch Emirates helfen. Denn die Golfairline scheint allgemein gegen Überkapazitäten vorzugehen. So fliegt sie im Sommer etwa statt mit Airbus A380 mit Boeing 777 nach Düsseldorf und München.

Mehr zum Thema

Tablet: Auch auf Flügen nach Großbritannien verboten.

Auch London führt Elektronik-Verbot ein

iPad: Was bringt das Verbot, fragt sich die Iata.

Iata hält Elektronik-Verbot für unsinnig

American-Airlines-Chef Doug Parker: Er ließ das Treffen mit Donald Trump ausfallen.

Chef von American Airlines versetzte Donald Trump

Airbus A380 von Emirates: Bekommt neue Premium Economy.

Emirates verabschiedet sich von Airbus A380 mit 615 Sitzen

Video

airbus a321 lr etihad airways dus
Der Krieg im Nahen Osten sorgt für massive Einschränkungen im Luftverkehr. Auch in Deutschland, der Schweiz und Österreich sitzen daher Flugzeuge von Golfairlines fest. Welche Jets von Emirates, Qatar Airways und Co. an welchen Flughäfen stehen.
Timo Nowack
Timo Nowack
Alarm für Einwohnerinnen und Einwohner: Flughafen Dubai International.
Nach iranischen Angriffen haben die Vereinigten Arabischen Emirate ihren Luftraum teilweise geschlossen und den Flugverkehr gestoppt. Auch der Flughafen Dubai, an dem rund 20.00 Reisende festsitzen, wurde getroffen. Am Airport Abu Dhabi kam sogar ein Mensch ums Leben.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Timo Nowack
Timo Nowack
bolivien el elto c 130
Eine Lockheed C-130 Hercules der bolivianischen Luftwaffe ist am Flughafen El Alto verunglückt. Das Flugzeug, das für die Zentralbank des Landes unterwegs war, kam erst außerhalb des Flughafengeländes zum Liegen. Etliche Menschen kamen ums Leben.
Timo Nowack
Timo Nowack