Airbus A350 von China Airlines in Wien: Die Fluglinie plant einen Ausbau.

Mehr FlügeChina Airlines will in Österreich wachsen - doch etwas bremst die Fluggesellschaft

Geopolitische Spannungen sorgen für neue Nachfrage – und stärken die Rolle Wiens im Netzwerk. China Airlines sieht Potenzial in Mittel- und Osteuropa und plant den Ausbau der Verbindung nach Taipeh. Langfristig ist sogar ein täglicher Flug das Ziel.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland

Der Krieg im Iran bringt den internationalen Luftverkehr durcheinander – und sorgt bei China Airlines ausgerechnet für zusätzlichen Zulauf. «Sehr positiv», sagt Ray Chang mit Blick auf die Entwicklung. Viele arabische Fluggesellschaften hätten ihren Betrieb stark eingeschränkt oder ganz eingestellt, so der Chef Österreich und Zentral- und Osteuropa. «Die Passagiere sind verunsichert und suchen nach Fluggesellschaften, die Direktflüge nach Asien anbieten.»

Davon profitiert auch die Verbindung ab Wien. Rund 55.000 Passagiere nutzen sie jährlich. Allerdings zeigt sich ein strukturelles Ungleichgewicht: Nur etwa 25 bis 27 Prozent der Fluggäste starten tatsächlich in Wien, während der Großteil aus Asien kommt. Für China Airlines ist das ein klarer Hinweis auf ungenutztes Potenzial. «Derzeit fliegen rund 40 Prozent der Passagiere nach Taipeh, der Rest reist weiter in unser Streckennetz», sagt Chang. Dabei gilt der österreichische Markt als schwierig. «Österreich ist stark auf Urlaubsreisen und weniger auf Geschäftsreisen ausgerichtet.»

Der österreichische Markt ist schwierig

Gleichzeitig sieht die Airline Wien als strategisch wichtigen Zugang zu Mittel- und Osteuropa. Entsprechend hat China Airlines ihre Vertriebsstrategie angepasst. Statt auf externe Verkaufsagenten zu setzen, baut die Airline eigene Teams auf: «Wir erschließen die Märkte – insbesondere in Osteuropa – direkt mit unserem eigenen Verkaufspersonal.»

Noch spielen diese Märkte nur eine begrenzte Rolle. Doch die Bedeutung wächst, auch weil zunehmend taiwanesische Unternehmen in der Region aktiv werden. Der Blick richtet sich deshalb nach vorn – und auf zusätzliche Kapazitäten. Derzeit bremsen fehlende Flugzeuge den Ausbau. «Wann immer ich mit meinen Kollegen in Taipeh spreche, bitte ich um mehr Kapazitäten auf der Strecke nach Wien», sagt Chang. Ziel sei es, mittelfristig wieder auf das Vorkrisenniveau zu kommen.

China Airlines will täglich nach Wien

Konkret schwebt ihm ein Ausbau in Etappen vor: fünf wöchentliche Flüge ab dem Winterflugplan 2026/27, später möglicherweise ein sechster. Doch die Ambitionen gehen weiter. «Bevor ich Wien in drei Jahren verlasse, habe ich noch eine wichtige Mission», sagt Chang. «Ich möchte einen täglichen Flug nach Taipeh einrichten.»

Von der Breaking News bis zur Hintergrundanalyse: Unser Team begleitet die Luftfahrt mit Erfahrung und Leidenschaft. Unterstützen Sie unabhängigen Qualitätsjournalismus – für weniger als einen Cappuccino im Monat. Jetzt hier klicken und abonnieren

Mehr zum Thema

ticker-china-airlines

China Airlines legt im Frühjahr 2027 zusätzliche Flüge zwischen Taipeh und Wien auf

ticker-china-airlines

China Airlines lässt A350-Bugfahrwerke von Liebherr überholen

Premium Economy Class im Dreamliner von China Airlines: So soll sie aussehen.

China Airlines bringt neue Premium Economy Class in der Boeing 787

ticker-china-airlines

Fluggastbrücke reißt Tür eines Airbus A350 von China Airlines teilweise aus den Scharnieren

Video

6767 bitte? Der Wunsch wurde dem Piloten erfüllt.
Ein Privatpilot in den USA wollte beim Funken offenbar ein bisschen Spaß haben. Also fragte er die Flugsicherung nach einem ganz bestimmten Transpondercode: 6767. Der Fluglotse verstand die Anspielung auf das Internet-Meme Six Seven und musste lachen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Anflug auf Tel Aviv mit Airbus A330 von Swiss: Vorerst nicht mehr möglich.
Jahrelang gehörte der Airbus A330 auf der Strecke zwischen Zürich und Tel Aviv zum gewohnten Bild. Doch damit ist vorerst Schluss: Swiss stellt im Sommer 2027 sämtliche Flüge auf Airbus A321 Neo um.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
latam airbus a320 lima feuer
Notfall am Flughafen Lima: Aus einem Triebwerk eines Airbus A320 schlugen so lange Zeit Flammen, dass auch eine Tragfläche des Jets von Latam Feuer fing.
Timo Nowack
Timo Nowack