Heckflosse von United Airlines: Gibt es bald eine Fusion?

Vorschlag an Donald TrumpChef von United Airlines will mit American zur Mega-Fluggesellschaft fusionieren

Ausgerechnet die beiden erbittertsten Rivalen in den USA könnten plötzlich gemeinsame Sache machen: United Airlines-Chef Scott Kirby hat laut einem Bericht eine Fusion mit American Airlines ins Spiel gebracht. Doch so ohne Weiteres ginge das nicht.

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United Airlines und American Airlines sind schon immer bittere Rivalen. Besonders sichtbar war das zuletzt am Flughafen Chicago-O'Hare. Dort ringen beide Fluggesellschaften um Marktanteile, Gates und Einfluss, überbieten sich mit aggressiven Ausbauplänen und schalten sogar spöttische Werbekampagnen. Doch es steckt mehr dahinter als nur der Versuch von American, in Chicago dem Platzhirsch Konkurrenz zu machen.

Für die Airline geht es in Teilen auch um die Existenz. Sie arbeitet derzeit an einem intensiven Turnaround-Plan. Im letzten Jahr verlor die Aktie von American Airlines etwa 14 Prozent an Wert. United-Chef Scott Kirby, der selbst einmal bei der Konkurrentin gearbeitet hat, stichelte schon vor einer Weile, langfristig werde es nur zwei große Anbieter in den USA geben, American gehöre nicht dazu.

Bei Trump brachte United-Chef eine Fusion ins Spiel

Offenbar meinte er das ernst. Bei einem Treffen mit Präsident Donald Trump im Februar brachte er laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg die Idee einer Fusion mit American Airlines ins Spiel. Aus zwei erbitterten Gegnern würde damit ein Branchenriese entstehen. Erst vor einigen Tagen hatte Transportminister Sean Duffy öffentlich gesagt, Trump liebe «große Deals» und damit auf mögliche Fusionen in der Luftfahrt hingewiesen.

Eine Verbindung würde die beiden größten Netzwerkairlines der Welt nach Kapazität zusammenführen und wäre die bedeutendste Konsolidierung in der Branche seit mehr als einem Jahrzehnt. Doch genau das dürfte auch Gegner auf den Plan rufen, von Gewerkschaften und Politik bis hin zu Flughäfen und Wettbewerbern. Auch kartellrechtlich wäre eine solche Fusion von United Airlines und American Airlines schwierig. Weniger Konkurrenz könnte zu höheren Preisen und weniger Auswahl für Reisende führen.

Stärker im Langstreckenmarkt

Kirby argumentierte gegenüber Trump laut dem Bericht, ein gemeinsamer Konzern könne international stärker auftreten und besser mit ausländischen Airlines konkurrieren. Tatsächlich werden viele Langstreckenverbindungen von und in die USA von nicht-amerikanischen Fluggesellschaften dominiert. Gleichzeitig ist der Inlandsmarkt bereits heute stark konzentriert: Vier große Airlines kontrollieren den Großteil des Verkehrs. Neben United und American sind das noch Delta und Southwest.

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