Flieger von Ryanair: Viele Jets bleiben diese Woche am Boden.

Streik bei RyanairBehörde ruft Passagiere auf, Geld einzufordern

Die Billigairline will Passagieren bei Streiks keine Entschädigung zahlen. Die britische Luftfahrtbehörde widerspricht Ryanair und fordert Reisende zum Handeln auf.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Die überraschende Anerkennung von Gewerkschaften kurz vor Weihnachten war eine Reaktion auf angedrohte Kampfmaßnahmen der Arbeitnehmer. Sie half nur kurzzeitig. Ryanair droht doch noch eine heftige Streikwelle. Die irischen Ryanair-Piloten machten den Anfang und legten ihre Arbeit am 12. Juli nieder. Am 20. Juli streikten sie ein zweites Mal gegen die Arbeitsbedingungen, die sie als unbefriedigend kritisieren.

Damit beginnen die Probleme für die größte Billigairline Europas aber erst. Am 25. und 26. Juli - und damit mitten in der Urlaubssaison – folgen die Flugbegleiter. In Belgien, Portugal und Spanien verweigern sie an jenen Tagen ihren Dienst. In Italien streiken sie am 25. Juli. Dadurch fallen rund 300 Flüge pro Tag aus. Ryanair muss damit jeden achten Flug annullieren.

Wenn Ryanair nicht reagiert...

Die Billigairline beeilte sich, den betroffenen Passagieren mitzuteilen, dass sie keine Entschädigung erwarten können. «Diese Annullierungen wurden durch außergewöhnliche Umstände hervorgerufen», so die Fluggesellschaft. Gemäß EU-Recht gebe es kein Geld, wenn die Gewerkschaften «unvernünftig und völlig außerhalb des Einflussbereiches der Airline handeln».

Die britische Luftfahrtbehörde sah sich deswegen genötigt, selbst Stellung zu nehmen. «Die Fluggesellschaft ist verpflichtet, Passagieren eine Entschädigung zu zahlen, falls sie die Reisenden nicht mindestens zwei Wochen vor der geplanten Abflugzeit informiert hat», so die Civil Aviation Authority CAA. Damit nicht genug. Falls Ryanair nicht reagiere, sollten Reisende sich via dem Mechanismus «Alternative Dispute Resolution» Recht verschaffen, ein staatliches Schlichtungsverfahren.

Mehr zum Thema

ticker-ryanair

Über 140 neue Strecken: Ryanair legt Rekord-Winterflugplan auf

Boeing 737 Max-8-200 von Ryanair: Passagiere von RK8288 erlebten am 3. Juni eine Odyssee durch Europa.

Dreistunden-Flug wird zu zwölfstündiger Odyssee - mit Aufstand der Reisenden und Polizeieinsatz

Loch in der Triebwerskverkleidung (Bildzitat Aviation Herald): Die Boeing 737 von Ryanair hatte ein Treibwerksproblem.

Nach Fensterbruch auf Ryanair-Flug: Behörde bestätigt Triebwerksproblem bei Boeing 737

Das herausgefallene Fenster: Bange Momente.

Flug nach Memmingen: Fenster platzt und saugt Passagier teilweise aus Boeing 737

Video

Airbus A340-300 von Mahan Air bei der Landung im Jemen: Der Airport ist seit zehn Jahren gesperrt.
Ein Airbus A340 von Mahan Air weicht auf einen seit über zehn Jahren gesperrten Flughafen aus, nachdem Regierungstruppen die Landebahn in Sanaa beschossen haben. Die Regierung hat den gesamten Luftverkehr ausgesetzt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
boeing 787 dreamliner fenster knopf
Die Boeing 787 hat elektronisch dimmbare Kabinenfenster. Die Knöpfe für deren Bedienung müssen jedoch immer wieder ersetzt werden - auch, weil Fluggäste unnötig häufig drücken.
Timo Nowack
Timo Nowack
Ilyushin Il-114-300: Nur eingeschränkt zugelassen
Die russische Luftfahrtbehörde hat der Ilyushin Il-114-300 die Musterzulassung erteilt. Doch der Schritt hat einen Haken: Das neue Regionalflugzeug darf zunächst nur unter sehr eingeschränkten Bedingungen abheben.
Laura Frommberg
Laura Frommberg