Europas größter Billigflieger hat im Geschäftsjahr 2025/26 (per Ende März) einen Rekordgewinn erzielt. Der Nettogewinn stieg vor Sondereffekten um 40 Prozent auf 2,26 Milliarden Euro. Im Vorjahr hatte er 1,61 Milliarden Euro verdient. Die Passagierzahl erhöhte sich trotz verspäteter Flugzeuglieferungen um vier Prozent auf 208,4 Millionen Reisende. Der Umsatz von Ryanair Group legte um elf Prozent auf 15,54 Milliarden Euro zu. Besonders die Ticketpreise zogen an: Die Erlöse pro Passagier stiegen um sieben Prozent.
Konzernchef Michael O'Leary verwies auf höhere Ticketpreise nach dem Preisrückgang des Vorjahres sowie auf niedrige Kostensteigerungen. Gleichzeitig warnte er vor den Folgen des Nahost-Konflikts und stark gestiegener Kerosinpreise. Rund 80 Prozent des Treibstoffbedarfs für das laufende Geschäftsjahr seien jedoch abgesichert.
Zum Ende des Geschäftsjahres bestand die Flottevon Ryanair Group aus 647 Flugzeugen, darunter alle 210 ausgelieferten Boeing 737 MAX 8-200. Für das laufende Jahr erwartet die Airline ein Passagierwachstum von vier Prozent auf 216 Millionen Fluggäste.
Zudem kündigte Ryanair an, Wachstum gezielt in Länder mit niedrigeren Luftverkehrssteuern zu verlagern. Davon profitieren laut Airline unter anderem Albanien, Italien, Marokko, die Slowakei und Schweden. Kapazitäten würden dagegen aus Hochsteuerländern wie Deutschland, Belgien, Österreich und Teilen Spaniens abgezogen.