Flieger von Adria Airways: Bald Gespräche mit den Leidensgenossen.

Aufruf zum Schulterschluss

Den Airlines aus dem ehemaligen Jugoslawien geht es finanziell nicht gut. Der Airline-Verband AEA fordert nun Kooperation.

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Aus einer Nation wurden sechs. Und mit ihnen kamen sechs Nationalairlines. Nach dem Ende des Jugoslawien-Krieges 1991 gründete jedes der neu unabhängigen Länder eine eigene Nationalairline - vier davon gibt es noch: Die slowenische Adria Airways, Croatia Airlines, Serbiens JAT Airways und Montenegro Airlines. Und denen geht es alles andere als gut. Wie viele andere Airlines kämpfen sie mit steigendem Wettbewerb und teuren Kerosinpreisen. Sie müssen auf ihren Strecken mit Billiganbietern mithalten, deren Preise sie nicht konkurrenzieren können.

Der eruopäische Airlineverband AEA, in dem insgesamt 35 Airlines wie auch Air Berlin oder British Airways organisiert sind, rät den Anbietern nun, den Zusammenschluss zu suchen. Nur so könnten diese auf Dauer bestehen, so der Verband laut der Nachrichtenagentur AP. Gerade in Anbetracht der Vergangenheit der Staaten ist die Aufforderung mutig. Für die erst kurz unabhängigen Länder sind die Nationalairlines immer noch ein Zeichen von Souveränität.

Zusammenarbeit um zu bestehen

Doch gerade die Pleite der ungarischen Nationalairline Malev sollte ihnen zu denken geben, so AEA-Chef Ulrich Schulte Strathaus. Diese hätte gezeigt, welchen Schwierigkeiten kleinere Fluggesellschaft aus dem Osten Europas gegenüberstehen. Das hat man dort auch offenbar eingesehen. Die vier Fluglinien treffen sich noch in diesem Monat zum ersten Mal überhaupt, um Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu diskutieren. Dabei will man laut Teilnehmern des Treffens über Zusammenlegung der Flotten, gemeinsamer Wartung und Crew und der Öffnung des Luftraums für die jeweils anderen diskutieren.

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