Airbus A320 von Azores Airlines: Die Fluglinie ist angeschlagen.

Urteil der EU-KommissionAngeschlagene Azores Airlines muss Staatshilfen zurückzahlen

Azores Airlines und ihre kleine Schwester Sata Air Açores schreiben seit Jahren Verluste. Die Corona-Krise hat ihre Situation weiter verschlechtert. Hinzu kommt ein Problem aus Brüssel.

Top-Jobs

DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d) am Flughafen Mallorca

Mallorca
Feste Anstellung
Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Spanien
Top jobs
Hahnair

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero Bildungs Logo

Ausbilder / Technischer Trainer (m/w/d) für Fluggerätelektronik / Avionik / Cat B2 – Luftfahrttechnik

AERO-Bildungs GmbH
Oberpfaffenhofen
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Joaquim Bastos e Silva sagt es ohne Umschweife. Die Grupo Sata sei «ein noch schwierigerer Fall als Tap», so der Finanzsekretär der Regierung der Azoren gegenüber der Nachrichtenagentur Lusa. Im ersten Halbjahr hat das öffentliche Unternehmen einen Verlust von 42 Millionen Euro geschrieben. Die Zahlen sähen nur relativ gesehen besser aus als bei der portugiesischen Nationalairline, sagt der Politiker weiter.

34,5 Millionen Euro des Halbjahresverlustes gehen auf das Konto von Azores Airlines, welche die portugiesischen Inseln im Atlantik mit dem Ausland verbindet. Die Inselairline Sata Air Açores verlor 7,6 Millionen. Gigantische Beträge sind das an sich nicht. Aber die Sata-Gruppe mit ihren zwei Fluglinien hat gleich zwei Herausforderungen zu meistern, die eine Gesundung erschweren. Die beiden Fluggesellschaften sind nachhaltig defizitär und schreiben seit 2014 Verluste.

Corona-Hilfspaket war okay

Noch viel schwerer wiegt, dass die Europäische Union Anfang Dezember ein Urteil zu den drei Kapitalerhöhungen gefällt hat, mit welchen die Regionalregierung die Sata-Gruppe seit 2017 unterstützt hat. Das seien illegale Beihilfen gewesen, so Brüssel. Das Unternehmen muss deshalb die 73 Millionen Euro an die Kasse der Regierung der Azoren zurückzahlen. Ein Hilfspaket über 133 Millionen im Rahmen der Covid-19-Pandemie war dagegen von der EU-Kommission bereits im August genehmigt worden.

Die nun notwendige Restrukturierung werde deshalb «hart und sehr schwierig», so der regionale Finanzsekretär Bastos e Silva.  Die Grupo Sata wurde als 1941 Sociedade Açoreana de Transportes Aéreos von Privaten gegründet. 1980 übernahm jedoch die Regionalregierung zusammen mit Tap das Unternehmen, inzwischen ist sie alleinige Besitzerin. Die Flotte von Azores Airlines und Sata Air Açores besteht aus drei Airbus A320, vier A321 Neo und sechs De Havilland Canada Dash 8-200 sowie -400.

Mehr zum Thema

Flieger von Azores Airlines: Die Airline hat große Pläne

Azores Airlines baut mit dem A321 Neo LR aus

Airbus A321 LR von Azores Airlines: Enthält 190 Sitze.

Inselairline sucht mit Airbus A321 LR neue Ziele

Azores Airlines musterte den Typ als letzter europäischer Betreiber im vergangenen Jahr aus.

Letzte europäische Airline schickt A310 in Rente

ticker-binter

Binter ist an Einsteig bei Air Azores-Mutter interessiert

Video

Die Boeing 757 von Icelandair: Heikler Tiefflug.
Nach 40 Jahren geht er in Rente. Auf seinem letzten Flug von Frankfurt nach Keflavik wollte der Kapitän einer Boeing 757 etwas Besonderes machen und flog in sehr niedriger Höhe über seine Heimat hinweg. Icelandair ist verärgert und hat die Behörden eingeschaltet.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
etihad airways manchester city
Die Golfairline sponsort den englischen Fußballpokalwettbewerb FA Cup. Emirates ist dadurch auch auf den Trikots präsent. Doch es gibt eine Ausnahme.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Flughafen München steht kurz vor der Eröffnung von Pier 1: Ein Video zeigt den gesamten Bauverlauf.
In München entsteht seit 2019 ein neuer, 95.000 Quadratmeter großer Pier am Terminal 1. Ende April geht der Bau ans Netz. Ein Zeitraffervideo zeigt sieben Jahre Bauarbeiten in 76 Sekunden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies