Ebola-Virus: An Bord von Flugzeugen in die USA gereist.

Seuche macht ProblemeAirlines wappnen sich gegen Ebola

Nach dem ersten bestätigten Ebola-Fall in den USA stehen Airlines unter Druck. Sie wappnen sich gegen die Seuche und ihre Auswirkungen.

Top-Jobs

Logo

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

span>Thomas Eric Duncan reist mit Brussels Airlines von Monrovia in Liberia nach Brüssel. Am nächsten Tag geht es mit United Airlines weiter nach Washington Dulles. Und von dort fliegt er weiter nach Dallas. Es geht ihm immer schlechter . Der Mann geht ins Krankenhaus und lässt sich untersuchen. Dann die Schreckensnachricht: Duncan ist Patient Zero, der erste Ebola-Patient in den USA.

Die Luftfahrt hat den Sprung der Seuche über die Weltmeere ermöglicht. Nun versucht sie, den Schaden zu minimieren. Die Flugnummern von Duncan wurden veröffentlicht, die Crews mussten zu Hause bleiben und sich untersuchen lassen und alle Mitreisenden wurden informiert. Bisher gibt es noch keinen zweiten Fall. Doch eigentlich ist klar: Es ist nur eine Frage der Zeit.

Airline-Aktien im Sinkflug

Das wurde offenbar auch den Anlegern klar. Nachdem Duncans Erkrankung in der ganzen Welt bekannt geworden war, schickte die Nachricht alle Airline-Aktien auf Tauchfahrt. Das bringt die Fluggesellschaften in eine schwierige Lage. Während die einen die Flüge in Ebola-gefährdete Regionen streichen, können sich andere nicht dazu durchringen.

So etwa Brussels Airlines. «Wir machen weiter, weil diese Flüge eine wichtige humanitäre Aufgabe erfüllen», erklärte ein Sprecher der Lufthansa-Tochter der Nachrichtenagentur DPA. Brussels fliegt weiter nach Liberia – auch wenn das Personal an Bord nun auf diesen Flügen Handschuhe tragen muss. Die Vereinten Nationen und die Weltgesundheitsorganisation hätten darum gebeten, dass Brussels die Flüge nicht aussetzt. Wichtige technische Ausrüstung und Medikamente sind an Bord der Maschinen der belgischen Fluglinie.

Emirates bemerkt Buchungsrückgang

Emirates hatte nach dem Ausbruch der Seuche die Flüge nach Guinea gestoppt, wo die Seuche ihren Anfang nahm. In andere westafrikanische Länder setzt die Airline aus Dubai ihre Flüge aber fort. Auch wenn die Nachfrage sinkt, wie Präsident Tim Clark erklärt. «In Asien vor allem scheint die Meinung vorzuherrschen, dass Ebola ein afrikaweites Ding ist. Das zeigt sich bei den Ticketverkäufen», so Clark laut der Nachrichtenagentur Reuters.

Clark ist aber überzeugt, dass man Ebola in den Griff bekommen wird. «Wir geben unseren Crews keine Atemmasken. Man wird das in den Griff bekommen.» Auch Afrika sieht er weiterhin als vielversprechend an. Momentan fliegt Emirates an 22 Destinationen auf dem Kontinent. Bis 2025 könnten laut dem Emirates-Chef noch zehn weitere hinzu kommen.

Ansteckungsrisiko gering

Auch die Weltluftfahrtorganisation Iata bemüht sich um Schadensbegrenzung. «Dass man sich an Bord eines Flugzeugs ansteckt, ist sehr unwahrscheinlich, so Vorstand Tony Tyler laut Reuters. Der Virus wird nämlich nicht über die Luft übertragen, sondern durch Körperflüssigkeiten. Außerdem ist er erst ansteckend, wenn es Symptome wie Erbrechen oder Husten gibt.

Dennoch haben die Airlines und Flughäfen verschiedene Maßnahmen ergriffen. Hitzescans und Temperaturchecks vor dem Abflug in Krisenländern sowie Experten in den Ankunftsflughäfen, die mögliche Erkrankte erkennen können, gehören unter anderem dazu. «Wir sind überzeugt, dass wir es schaffen werden, das in den Griff zu bekommen», heißt es von der Iata.

Mehr zum Thema

ticker-iata

Luftfahrtverbände fordern einheitliche Passagierdatensysteme in Afrika

ticker-news

Afrikanische Entwicklungsbank plant Milliardenprogramm für Luftfahrt

Visualisierung einer Boeing 747 von Can Am: Gelingt der Aufbau einer Jumbo-Jet-Flotte?

Deutscher will USA, Kanaren und Afrika mit neuer Airline verbinden - mit Boeing 747 mit reiner Business Class

Airbus A330 von Brussels Airlines: Crews mit Zentralafrika-Einsätzen dürfen nicht mehr in die USA.

Wer nach Kinshasa flog, darf nicht mehr nach New York: Neue Regeln der USA fordern Brussels Airlines heraus

Video

Testflug für die Autoland-Zertifizierung für den Pilatus PC-12: Die Testcrew musste nicht eingreifen.
Knopf drücken, und der Rest passiert von selbst. Pilatus zeigt erstmals, wie Autoland den PC-12 Pro sicher auf die Piste bringt. Easa und FAA haben das System nun für das Flugzeug zugelassen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a330 200 iran air
Ausnahmen sind offenbar nicht geplant: Der US-Finanzminister kündigt an, ab Mittwoch alle Unternehmen zu sanktionieren, die mit jedweder iranischen Fluggesellschaft zusammenarbeiten. So wollen die Vereinigten Staaten die Airlines international lahmlegen.
Timo Nowack
Timo Nowack
midway atoll usfws
Die USA müssten mindestens 100 Millionen Dollar investieren, um den Flughafen des Midway Atolls betriebsbereit zu halten. Etliche Airlines und der Flugzeugbauer Boeing werben für die Investition - obwohl es so gut wie keine Starts und Landungen an dem Airport gibt.
Timo Nowack
Timo Nowack