Flugzeug von FMI Air: Bleibt nun am Boden.

Schwierige BedingungenAirline-Sterben in Burma

Drei burmesische Fluglinien haben im Juli den Betrieb eingestellt, zuletzt FMI Air. Die Krise der Luftfahrtbranche in dem südostasiatischen Land hat verschiedene Gründe.

Top-Jobs

Hahnair

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero Bildungs Logo

Ausbilder / Technischer Trainer (m/w/d) für Fluggerätelektronik / Avionik / Cat B2 – Luftfahrttechnik

AERO-Bildungs GmbH
Oberpfaffenhofen
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Document Control Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Es wäre ein beachtlicher Erfolg gewesen: Erst kürzlich wurde bekannt, dass Air Asia mit der burmesischen FMI Air über die Gründung eines Lowcost-Joint-Ventures verhandelt hat, um in dem südostasiatischen Land aktiv zu werden. Doch Mitte Mai legte der malaysische Billigflieger die Gespräche auf Eis, nachdem die Behörden den Markteintritt abgelehnt hatten, um lokale Fluglinien zu schützen, wie die Myanmar Times berichtet.

Ohne einen neuen starken Partner an der Seite gibt FMI Air nun vorerst auf. Am 20. Juli stellte die Fluggesellschaft den Betrieb ein. Zuletzt hatte sie mit einer aktiven Flotte von zwei ATR72-600 und einer Bombardier CRJ100 sechs Ziele innerhalb Burmas angeflogen. «Die Arbeit in der Luftfahrt ist immer schwieriger geworden und nach reiflicher Überlegung haben wir beschlossen, den Betrieb von FMI Air vorübergehend einzustellen», teilte die Fluglinie mit. Man arbeite jedoch an einer Restrukturierung.

Mittelschicht kann sich regelmäßige Flüge nicht leisten

Zuvor hatten bereits Apex Airlines und Air Bagan aufgegeben und ihre Luftfahrtbetreiberzeugnisse an Burmas Luftfahrtbehörde zurückgegeben. Damit haben innerhalb kurzer Zeit drei von zehn lokalen Airlines den Betrieb eingestellt. Selbst Myanmar National Airlines, die größte Fluglinie des Landes, ist auf Konsolidierungskurs: Sie kooperiert seit April bei den Inlandsrouten mit Mann Yadanarpon Airlines. Und ANA All Nippon Airways gab die Pläne für eine burmesische Airline schon 2017 auf.

Die Wirtschaftsnachrichtenagentur Nikkei Asian Review berichtet, dass die Fluglinien weit unter einer Auslastung von 60 bis 70 Prozent liegen, die sie benötigten würden, um Gewinn zu machen. Die Gründe: Ein Flug zwischen Yangon und Mandalay koste umgerechnet etwa 27 Euro und damit drei bis vier Mal so viel mit eine Bus- oder Zugreise auf der Strecke. Die Hauptkunden seien daher Ausländer und reiche Einheimische.

Viel mehr Passagiere, aber auch sehr viele Airlines

Dass das burmesische Militär 2017 rund 700.000 Menschen vom Volk Rohingya zur Flucht nach Bangladech gezwungen hat und Medien weltweit berichteten, machte das Land bei Touristen nicht beliebter. Auch steigende Ölpreise erschweren Fluglinien das Leben.

All das folgt auf einen Boom nach dem Jahr 2011. Damals verdoppelte sich innerhalb von drei Jahren die Passagierzahl bei privaten Airlines, nachdem die ehemalige Militärdiktatur Burma eine gewählte Regierung bekommen hatte, so Nikkei Asian Review. Die drei folgenden Jahre seien mit einem Zuwachs von etwas mehr als 10 Prozent jedoch weniger stark gewesen, während elf Unternehmen in die Luftfahrtbranche des Landes eingestiegen sein. Nun scheint sich der hart umkämpfte Markt umso schneller zu konsolidieren.

Mehr zum Thema

ANA: Die Fluglinie hakten Glück in Burma.

Aus Burma-Airline von ANA wird nichts

Airbus A330-300 von air Asia X: Im Juni fliegt die airline täglich nach Gatwick.

Air Asia X bietet Preise unter 400 Euro für Flüge zwischen Europa und Asien

ticker-air-asia

AirAsia erlaubt Crews das Tragen des Hijabs auf allen Flügen

ticker-air-asia

Air Asia plant Drehkreuz in Bahrain - und denkt über bahrainische Airline nach

Video

Die Boeing 757 von Icelandair: Heikler Tiefflug.
Nach 40 Jahren geht er in Rente. Auf seinem letzten Flug von Frankfurt nach Keflavik wollte der Kapitän einer Boeing 757 etwas Besonderes machen und flog in sehr niedriger Höhe über seine Heimat hinweg. Icelandair ist verärgert und hat die Behörden eingeschaltet.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
etihad airways manchester city
Die Golfairline sponsort den englischen Fußballpokalwettbewerb FA Cup. Emirates ist dadurch auch auf den Trikots präsent. Doch es gibt eine Ausnahme.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Flughafen München steht kurz vor der Eröffnung von Pier 1: Ein Video zeigt den gesamten Bauverlauf.
In München entsteht seit 2019 ein neuer, 95.000 Quadratmeter großer Pier am Terminal 1. Ende April geht der Bau ans Netz. Ein Zeitraffervideo zeigt sieben Jahre Bauarbeiten in 76 Sekunden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies