ATR 72 von Windrose: Eine Maschine flog Anfang April weg aus Lviv nach Polen.

Windrose AirlinesAirline bringt ATR 72 aus der Ukraine in Sicherheit

Als der Krieg ausbrach, befanden sich die Flugzeuge von Windrose Airlines in der Ukraine. Einige dürften inzwischen zerstört sein. Eine ATR 72 konnte die Fluglinie jedoch diese Woche ins Ausland holen.

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Als die russische Armee am 24. Februar über die Grenze marschierte, hatten diverse ukrainische Fluggesellschaften einige ihrer Flugzeuge bereits in Sicherheit gebracht. Windrose Airlines hat das nicht geschafft. Ihre Flieger blieben in der Ukraine. Ein Airbus A320, zwei A321 und zwei ATR 72 standen beispielsweise bei Ausbruch des Krieges am Flughafen Dnipro.

Sie werden kaum mehr fliegen. Denn der Airport ist bei der Bombardierung durch die Russen «vollständig» zerstört worden, wie kürzlich der Gouverneur der Region erklärte. Eine andere ATR 72 von Windrose ist in Kharkiv geparkt, wo ebenfalls bereits mehrmals russische Bomben fielen.

Von Lviv nach Warschau - und weiter

Ein anderes Exemplar des Turbopropfliegers von Windrose steht in Zaporizhzhia und dürfte dort vorerst überlebt haben, der Flughafen liegt aber nahe der Front. Und am Airport Kyiv-Boryspil hat Windrose zwei Airbus A321 und zwei ATR 72 stehen. Nach dem Abzug der Russen aus der Region dürfte man die Schäden dort erstmals einschätzen können.

Am sichersten Ort befand sich eine weitere ATR 72 von Windrose - im Westen des Landes. Die ATR 72 mit dem Kennzeichen UR-RWB befand seit dem 23. Februar in Lviv.  Jetzt hat die Fluggesellschaft die Maschine von dort weggeholt und ins Ausland in Sicherheit gebracht, wie das Luftfahrtdatenportal CH Aviation zuerst schrieb. Am 2. April flog sie nach Warschau. Und von dort ging es weiter nach Sofia.

Angebot für Wet-Lease-Dienste

Was Windrose mit der ATR 72 plant, ist unbekannt. Viele ukrainische Fluggesellschaften bieten jedoch ihre im Ausland geparkten Flugzeuge europäischen Fluggesellschaften für Wet-Lease-Aufträge an, so  etwa Sky Up und Ukraine International. So können sie nicht nur dringend notwendige Einnahmen generieren, sie können auch ihr Personal motivieren, das sie sonst nicht mehr bezahlen können.

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Die interaktive Karte finden Sie am Artikel-Ende.

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