Boeing 787 von Air France: Langstreckenflüge werden deutlich teurer.

SolidaritätssteuerAir France kassiert schon Ticketsteuer, die noch gar nicht beschlossen ist

Die französische Regierung will die Ticketsteuer erhöhen. Noch ist das nicht offiziell, dennoch kassiert Air France bereits die höheren Gebühren. Mache man das nicht, würde das hohe Millionenverluste bedeuten, sagt sie.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Alle Reisenden, die in Frankreich abfliegen oder ankommen, müssen sie seit 18 Jahren bezahlen. Nur Umsteigeverbindungen sind ausgenommen. Taxe de solidarité sur les billets d’avion nennt sich die Abgabe, welche die französische Regierung am 1. Juli 2006 unter dem damaligen Präsidenten Jacques Chirac einführte.

Mit den Einnahmen der Ticketsteuer äufnet Frankreich den Entwicklungshilfefonds Unitaid. Sein Ziel ist der Kampf gegen Krankheiten wie Aids, Malaria oder Tuberkulose. Neben Frankreich machen Chile, Kamerun, Kongo, Madagaskar, Mali, Mauritius, Niger und Südkorea mit. Kürzlich hat die Regierung von Emmanuel Macron nun beschlossen, die Ticketsteuer kommendes Jahr deutlich zu erhöhen. Die Zusatzkosten seien im Verhältnis zu Ticketpreisen «tragbar», meinte Verkehrsminister François Durovray.

Parlament muss erst noch ja sagen

Die Preiserhöhung fällt unterschiedlich aus. Europaflüge in der Economy kosten statt 2,63 Euro künftig 9,50 Euro - ein Plus von 260 Prozent. Langstreckenflüge in der Business Class steigen von 63,07 auf 120 Euro, was einer Verteuerung um 90 Prozent entspricht (siehe Grafik). Das schaffe «kein Ungleichgewicht» im Markt, so Durovray.

Offiziell ist die Erhöhung noch nicht. Das französische Parlament hat die Budgetdebatte noch nicht geführt. Dennoch erheben Air France und ihre Schwester Transavia seit dem 24. Oktober bereits die neuen Zuschläge für Tickets für Flüge nach dem 1. Januar 2025. Es würde «einen Verlust in Höhe von mehreren zehn Millionen Euro bedeuten», wenn man die Steuer später an den französischen Staat abführen müsse, die man den Kundinnen und Kunden anfänglich gar nicht verrechnet habe, so die Fluggesellschaften. Andere Airlines halten es gleich.

Parlament muss erst noch ja sagen

Das sorgt für Kritik. Air France hat jedoch bereits vorgesorgt. Falls die geplante Einführung doch nicht umgesetzt oder die Tarife noch angepasst würden so die Fluggesellschaft werde man handeln. Dann werde man eine Berichtigung vornehmen, damit der eingenommene Betrag dem tatsächlich gezahlten Betrag der Ticketsteuer entspreche.

Mehr zum Thema

Passagier und Angestellte von Air France: Tickets werden teurer.

Steuererhöhung trifft Air France

ticker-air-france

Air France und KLM vereinfachen Jugend- und Studententarife

Flugzeuge von Transavia, KLM und Air France (Montage): Bald kommen neue Airlines hinzu.

Der Name Air France-KLM verschwindet

ticker-air-france

Air France wertet Premium-Angebot auf: Premium-Menü mit Frühstück statt Snack

Video

Airbus A380 von Lufthansa: Die D-AIMH wird noch bis Anfang Juni in. Dresden umgebaut.
Noch hängen Kabel aus der Kabine und manche Fußablagen fehlen. Doch der Umbau der Airbus A380 von Lufthansa bei EFW in Dresden zeigt bereits, wie die modernisierte Business Class aussehen wird. Der Zeitplan ist straff – und die Logistik kompliziert.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Der Moment vor dem Absturz: Die Cessna kollidiert mit dem Gleitschirm.
Eine Paragliderin überlebt mit Glück den Zusammenstoß mit einer Cessna. Der Unfall wirft Fragen auf: Wer muss wem ausweichen? Und warum sehen sich Motorpiloten und Gleitschirmpiloten im selben Luftraum oft erst im letzten Moment?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Ramy RC vor seinem Lufthansa-Airbus-A380: Ganz schön groß.
Ein Airbus A380 als Modellflugzeug klingt spektakulär – doch das von Ramy RC sprengt selbst in der Modellbauwelt die Dimensionen. Der Nachbau des Lufthansa-Superjumbos mit Speziallackierung ist fast neun Meter lang und kann tatsächlich fliegen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin