Air Dolomiti neue Lackierung

Neue LackierungAir Dolomiti trägt künftig mehr Lufthansa-Blau als Lufthansa selbst

Air Dolomiti verabschiedet sich auf ihren Flugzeugen vom Türkis und setzt künftig auf Blau. Dabei übernimmt die italienische Lufthansa-Tochter ausgerechnet eine Konzernfarbe, die Lufthansa Airlines selbst so nicht auf ihren Jets trägt.

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Erst die Uniformen, jetzt die Flugzeuge: Air Dolomiti rückt optisch immer näher an die Lufthansa Group. Im August wechselte die italienische Fluggesellschaft bei der Dienstkleidung ihrer Kabinencrews von Grau zu Blau. Türkis, lange die prägende Farbe der Airline, blieb nur noch als Akzent erhalten. Jetzt folgt die Flotte. Die erste Embraer E195 im neuen Erscheinungsbild trägt an Leitwerk und Rumpflogo nicht mehr Türkis, sondern das sogenannte Lufthansa Group Core Blue, wie Air Dolomiti mitteilt.

Und dabei gibt es eine Besonderheit: Es handelt sich um die zentrale blaue Farbe der Lufthansa Group, nicht aber um das dunklere Blau, das Lufthansa Airlines selbst auf ihren Flugzeugen verwendet. Air Dolomiti trägt damit künftig ausgerechnet jene Konzernfarbe besonders prominent auf ihren Jets, die bei der namensgebenden Lufthansa so nicht auf den Flugzeugen zu sehen ist.

Air Dolomiti nimmt Bezug auf Nähe zu Lufthansa Group

Dass der Wechsel mehr ist als eine rein ästhetische Entscheidung, macht Air Dolomiti selbst deutlich. Die neue Gestaltung solle die enge Verbindung zu Lufthansa Group unterstreichen. Geschäftsführer Steffen Harbarth verweist zudem auf den Schriftzug Member of Lufthansa Group.

Die Richtung hatte die Lufthansa-Tochter bereits mit ihren neuen Uniformen vorgegeben. Bei deren Vorstellung erklärte Harbarth, das Blau symbolisiere die Zugehörigkeit zum Konzern. Das Design spiegele die sich wandelnde Rolle von Air Dolomiti innerhalb der Lufthansa Group wider.

Schon 2019 rückte Air Dolomiti näher an Lufthansa heran

Begonnen hatte die optische Annäherung bereits 2019. Beim vorherigen Rebranding rückte Air Dolomiti näher an die Gestaltung der Konzernschwestern. Die geschwungenen Linien an Bauch und Nase verschwanden, der Rumpf wurde weiß und die Hintergrundmuster auf dem Leitwerk entfielen.

Das entsprach der damals auch bei Lufthansa, Austrian Airlines und Swiss eingeführten Grundstruktur: viel Weiß - Eurowhite - und die jeweilige Unternehmensfarbe vor allem an den zentralen Erkennungsmerkmalen. Das erleichtert innerhalb des Konzerns auch den Austausch von Flugzeugen. Einen eigenen Akzent behielt Air Dolomiti damals mit dem Türkis, das nun verschwindet.

Air Dolomiti betont: Das Geschäftsmodell bleibt

Den Anfang macht eine Embraer E195, die in den kommenden Wochen zu Air Dolomiti stoßen soll. Es ist die vierte von insgesamt 13 E195, welche die italienische Fluggesellschaft von Austrian Airlines übernimmt. Bis 2028 sollen sie schrittweise in die Flotte integriert werden. Die in den kommenden Monaten eintreffenden Flugzeuge erhalten nach und nach die neue Lackierung. Die bereits für Air Dolomiti fliegenden Jets werden dagegen nicht sofort umlackiert. Sie behalten vorerst ihr Türkis.

Und auch sonst verschwindet die bisherige Markenfarbe nicht vollständig. Türkise Details bleiben unter anderem an den neuen Uniformen, den Sitzen und beim Bordservice erhalten. Die Embraer E195 aus Österreich werden für Air Dolomiti mit 122 Sitzen ausgestattet. Am Geschäftsmodell ändere die neue Optik ebenfalls nichts, betont die Fluggesellschaft. Sie soll weiterhin als wichtiger Wet-Lease-Anbieter innerhalb der Lufthansa Group fungieren und Italien mit den großen europäischen Drehkreuzen verbinden.

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