Airbus A319 von Adria Airways: Turbulente Zeiten.

Verworrene StrukturenAdria Airways mit neuem Besitzer

Die slowenische Fluggesellschaft hat offenbar einen neuen Hauptanteilseigner. Adria Airways erhofft sich davon eine finanzielle Stärkung.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Adria Airways hat laut slowenischen Medien einen neuen Besitzer. Demnach hat die Fluglinie mit der Firma STBE fusioniert. Deren bisheriger Besitzer Stefan Beulertz soll nun mit 54,3 Prozent die Mehrheit der Anteile an Adria Airways halten. Bisher war die Airline im Besitz der deutschen 4K Invest, die nun noch 45,7 Prozent hält, heißt es.

Gemäß dem Fachportal Ex-Yu Aviation erklärte Adria Airways, das Zusammengehen mit STBE werde «die finanzielle Stärke und Leistungsfähigkeit des Unternehmens verbessern». Der Betrieb werde durch die Änderungen in der Besitzerstruktur nicht beeinträchtigt.

Adria brauchte frisches Kapital

Die Hintergründe sind dabei verworren. So soll STBE seit 2016 Besitzer der Marke Adria Airways gewesen und eng mit 4K Invest verbunden sein. Beim neuen Besitzer Beulertz handelt es sich laut den slowenischen Presseberichten um einen deutschen Anwalt in Malta, der auch früher schon geschäftliche Verbindungen mit Martin Vorderwülbecke gehabt haben soll. Der ist heute Geschäftsführer der AA Aviation Holding, über die 4K Invest ihre Anteile an Adria Airways hält. Eine Anfrage von aeroTELEGRAPH zum Besitzerwechsel ließ 4K Invest bis zum Erscheinen dieses Artikel unbeantwortet.

Sloweniens Luftfahrtbehörde hatte die Fluglinie im Oktober 2018 aufgefordert, sich neues Geld zu beschaffen. Im November meldete Adria Airways dann, 4K Invest werde sie mit 4 Millionen Euro rekapitalisieren. «Das ist zusätzlich zu mindestens 10 Millionen Euro, die für das erste Quartal 2019 eingeplant sind», so die Fluggesellschaft damals. Im Januar stellte die Behörde dann die vertiefte Überprüfung von Adria Airways ein.

Wartungsbetrieb für Superjet 100?

Derweil hat die Fluglinie laut Ex Yu Aviation im Dezember auch einen eigenen Wartungsbetrieb namens Adria Airways Super MRO gegründet. Dies könnte im Zusammenhang mit zwei Absichtserklärungen stehen, die Adria Airways im vergangenen November mit Sukhoi schloss. Demnach soll die Airline ab 2019 insgesamt 15 Superjet 100 im Rahmen einer Leasing-Vereinbarung erhalten. Zudem wollen die beiden Unternehmen gemeinsam einen Wartungs- und Reparaturbetrieb errichten. Die Fluggesellschaft sucht mittlerweile auch Piloten für den russischen Flugzeugtyp.

Mehr zum Thema

Modell eines A320 von Adria Airways: Die Fluglinie zieht sich aus Ostwestfalen zurück.

Streit um Geld löste Rückzug von Adria Airways aus

Sukhoi Superjet 100 im Bau: Adria Airways will 15 Stück.

Adria Airways ordert 15 Sukhoi Superjets

Flugbegleiterin von Montenegro Airlines: Die Fluglinie schreibt rote Zahlen.

Kaufen Adria-Eigner auch Montenegro Airlines?

ticker-adria-airways

Deutsche Ex-Manager von Adria Airways einigen sich auf Vergleich

Video

Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren – und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier