Das Schreiben des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft: 13 Chefs stehen zusammen.

Verspätungen und AnnullierungenAirlines und Flughäfen warnen vor weiteren Problemen

Die deutsche Luftfahrt entschuldigt sich kollektiv für Verspätungen und Annullierungen. Schnelle Besserung verspricht sie jedoch nicht.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Wenn sich Konzernchefs entschuldigen, dann liegt etwas im Argen. Wenn sie es kollektiv tun, dann muss es ganz besonders schlimm sein. Tausende annullierte und Zehntausende verspätete Flüge haben die obersten Vertreter der deutschen Luftfahrtbranche nun zu einem solch außergewöhnlichen Schritt veranlasst.

Die Chefs von 13 deutschen Fluggesellschaften und Flughäfen wandten sich am Montag (25. Juni) gemeinsam an die Öffentlichkeit. Das Schreiben ist mit dem Titel «Auch der Himmel stößt mal an seine Grenzen» überschrieben. «In den vergangenen Wochen kam es in ganz Europa zu langen Wartezeiten, zahlreichen Flugstreichungen und Unregelmäßigkeiten im Flugverkehr. Viele Tausend Fluggäste kamen nicht wie geplant an ihr Reiseziel», heißt es in dem Brief, der vom Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft BDL verbreitet wird. «Dafür entschuldigen wir uns bei Ihnen».

«Kurzfristig weiter Unregelmäßigkeiten»

Man arbeite «hart daran», Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit zu verbessern, versprechen die Unterzeichner. Dabei arbeite man auch mit der Politik in Deutschland und Europa zusammen. Das Ziel: Fliegen soll wieder zu einem «angenehmen Reiseerlebnis» werden. Zugleich bereiten sie die Öffentlichkeit aber darauf vor, dass jetzt nicht einfach alles gut ist. «Im vor uns liegenden Sommer werden die Maßnahmen noch nicht ihre volle Wirkung entfalten», heißt es im BDL-Schreiben. Es werde «daher kurzfristig weiter zu Unregelmäßigkeiten kommen».

Unterzeichnet ist das Schreiben unter anderem von Carsten Spohr (Lufthansa), Thorsten Dirks (Eurowings), Ralf Teckentrup (Condor), Klaus-Dieter Scheurle (Deutsche Flugsicherung), Stefan Schulte (Fraport - Flughafen Frankfurt) oder Michael Kerkloh (Flughafen München). Vergangenen Freitag hatte sich Eurowings-Chef Dirks bereits bei den Kunden entschuldigt. «Wir haben nicht immer die Qualität erbracht, die Sie von uns erwarten und wie wir sie auch von uns selbst fordern», schrieb er in einem Brief an die Kunden. «Sie sind zu Recht unzufrieden und wir sind es auch.»

Mehr zum Thema

Wo 2040 Ungemach droht: Grüner Punkt = durchschnittliche Verspätung eines Fluges von 5 bis 10 Minuten, gelber Punkt: 10 bis 15 Minuten, orangefarbener Punkt: 15 bis 20 Minuten, roter Punkt: 20 bis 25 Minuten.

Verspätungen: Wird alles noch viel schlimmer?

Thorsten Dirks: Der Eurowings-Chef musste einen Entschuldigungsbrief schreiben.

Eurowings-Chef entschuldigt sich bei Passagieren

Boeing 747-8 von Lufthansa: Am 10.Oktober wäre es fast zu einem Tailstrike in Los Angeles gekommen.

Heck einer Boeing 747-8 von Lufthansa kommt Piste in Los Angeles gefährlich nahe

ticker-lufthansa

D-AIFF: Lufthansa hat weiteren Airbus A340-300 nach Teruel gebracht

Video

Airbus U740 Valkyrie: Erstflug erfolgreich absolviert.
Sie startet ohne Landebahn, erreicht bis zu Mach 0,8 und kann bewaffnet werden: Die Airbus U740 Valkyrie hat ihren ersten Flug absolviert. Künftig soll das autonome Mapflugzeug gemeinsam mit Eurofightern operieren.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Boeing 747-8 von Lufthansa: Am 10.Oktober wäre es fast zu einem Tailstrike in Los Angeles gekommen.
Eine Boeing 747-8 von Lufthansa musste in Los Angeles durchstarten. Dabei kam das Heck des Jumbo-Jets der Piste bedenklich nahe.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Szene aus «111 - Echoes from Halifax»: Der Film zeigt die Tragödie anhand menschlicher Schicksale nach.
Anne Walser ist Produzentin des Kinofilms «111- Echoes from Halifax». Im Interview erklärt sie, weshalb das Thema Absturz von Swissair-Flug SR111 auch nach mehr als 25 Jahren noch aktuell ist, wieso sie bewusst auf einen Katastrophenfilm verzichtete und wie sich das Team vorbereitete.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin