Boeing 757 von Privilege Style: Die Airline will nicht für die britische Regierung fliegen.

Auch Privilege Style steigt ausAirlines lehnen Auftrag für Abschiebungsflüge nach Ruanda ab

Die britische Regierung will Asylsuchende nach Ruanda ausfliegen. Dabei hat sie ein logistisches Problem. Airlines lehnen den Auftrag reihenweise ab, auch Privilege Style hat sich jetzt zurückgezogen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland

«Ich würde gerne auf der Titelseite des Telegraph ein Flugzeug sehen, das nach Ruanda fliegt». Dies sei ihr Traum, sagte Suella Braverman kürzlich, ja es sei ihre Obsession. Die britische Innenministerin, die unter Liz Truss zurücktrat und von Rishi Sunak wieder eingestellt wurde, meint mit dem Bild vom startenden Flugzeug Abschiebungsflüge für Asylsuchende nach Ruanda.

Die konservative Regierung des Vereinigten Königreichs versucht mit dem Ruanda-Plan - offiziell UK and Rwanda Migration and Economic Development Partnership – illegal Eingewanderte nach Ruanda auszufliegen. Dort sollen ihre Anträge bearbeitet werden. Danach können sie entweder wieder einreisen oder sie werden in ihr Herkunftsland abgeschoben. Ruanda bekommt das Gegenleistung 20 Millionen Pfund.

Viele Airlines sagten ab ...

Einen Flug nach Ruanda hat es bisher nicht gegeben. Denn der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat ihn im Juni in letzter Minute gestoppt und hält ihn für illegal. Auch die Uno stuft den ganzen Plan als illegal ein. «Die Vereinbarung mit Ruanda stellt einen eindeutigen und beschämenden Bruch mit der Verantwortung dar, die Großbritannien gemäß der Genfer Flüchtlingskonvention den Geflüchteten gegenüber obliegt», kommentierte auch Franziska Vilmar, Expertin für Asylrecht und -politik bei Amnesty International.

Dennoch hält die britische Regierung an ihrer Idee fest. Doch dabei hat sie ein Problem. Diverse Fluggesellschaften haben bereits verlauten, den Auftrag für die Abschiebungsflüge nicht anzunehmen. Darunter befinden sich Air Tanker und Titan Airways. Am Ende fand die britische Regierung in Privilege Style aber doch noch eine Airline, die gewillt war, die umstrittenen Flüge durchzuführen.

... jetzt auch noch die letzte

Doch inzwischen hat sich auch Privilege Style zurückgezogen. «Wir werden den Flug nach Ruanda nie durchführen, da der für Juni 2022 geplante Flug, der der Grund für diese Kontroverse war, ausgesetzt wurde und nie geflogen ist», teilte sie mit. Die Fluglinie besitzt eine Flotte von vier Flugzeugen: einen Airbus A321, eine Boeing 757, eine 767 und eine 777.

Mehr zum Thema

Privilege Style, Spanien.

Privilege Style ersetzt Boeing 757 mit Airbus A321

Airbus A320 von Wizz Air: Umgeleitet.

Mann wird verhaftet - weil Flug nach Köln umgeleitet wird

Ice Air: Beliebt ist die Airline nicht.

Diese Airline dürfte unter Donald Trump florieren

ticker-spanien

Unbefristeter Streik der Flugsicherung in Spanien: Diese Flughäfen sind betroffen

Video

6767 bitte? Der Wunsch wurde dem Piloten erfüllt.
Ein Privatpilot in den USA wollte beim Funken offenbar ein bisschen Spaß haben. Also fragte er die Flugsicherung nach einem ganz bestimmten Transpondercode: 6767. Der Fluglotse verstand die Anspielung auf das Internet-Meme Six Seven und musste lachen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Anflug auf Tel Aviv mit Airbus A330 von Swiss: Vorerst nicht mehr möglich.
Jahrelang gehörte der Airbus A330 auf der Strecke zwischen Zürich und Tel Aviv zum gewohnten Bild. Doch damit ist vorerst Schluss: Swiss stellt im Sommer 2027 sämtliche Flüge auf Airbus A321 Neo um.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
latam airbus a320 lima feuer
Notfall am Flughafen Lima: Aus einem Triebwerk eines Airbus A320 schlugen so lange Zeit Flammen, dass auch eine Tragfläche des Jets von Latam Feuer fing.
Timo Nowack
Timo Nowack