Airbus A380 am Himmel: Derzeit ein seltener Anblick.

Prognose der IataAirlines brauchen bis zu 200 Milliarden an Staatshilfe

Verluste von 113 Milliarden Dollar hatte die Iata bisher prognostiziert. Inzwischen geht der Weltluftfahrtverband von deutlich höheren Zahlen aus.

Top-Jobs

Hahnair

Document Control Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Prozessmanager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Crossmedia Marketing Content Redakteur (a)

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Flightkeys

Subject Matter Expert (f/m/o)

Vienna
Feste Anstellung
Luftfahrttechnologie
Flightkeys GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Durch die Coronavirus-Pandemie schlittert die Luftfahrtbranche in die größte Krise ihrer Geschichte. Auch der Weltluftfahrtverband Iata muss seine Prognosen immer wieder nach unten korrigieren. Bislang ging er noch von einem schlimmsten Fall aus, in dem die Branche 113 Milliarden Dollar verliert. Diese Zahl sei längst überholt, sagte Chefökonom Brian Pearce am Dienstag (17. März) bei einer Telefonkonferenz mit Journalisten.

«113 Milliarden ist zweifellos zu wenig», so Pearce. Eine neue Schätzung habe man noch nicht, aber sie dürfte deutlich höher ausfallen. Man sei bisher davon ausgegangen, dass die Nachfrage sich analog zu der in China entwickeln werde. Doch mit Grenzschließungen und kompletten Groundings habe man nicht gerechnet. «In China beginnt nun langsam die Erholung, doch im Rest der Welt verschlechtert sich die Situation rasant», so Pearce. Seit der De-facto-Schließung des Transatlantikmarktes, ein Markt von jährlich rund 20 Milliarden Dollar, habe sich alles verschärft.

Kaum noch Liquidität

Das könnte für eine ganze Reihe Fluglinien gefährlich werden. Die positive Entwicklung der Branche in den letzten Jahren sei hauptsächlich von 30 Airlines getragen worden. Die große Mehrheit kämpfe noch immer mit Verlusten, verfüge über wenig Liquidität und könne ihre Kosten so gerade stemmen. Das könnte einige Anbieter das Genick kosten.

Anfang des Jahres, so Pearce, hätten Zahlen der Iata gezeigt, dass 75 Prozent der Fluggesellschaften nur über Liquidität für die kommenden drei Monate verfügten. So etwas wird in einem Szenario ohne Flüge existenzbedrohend. Iata-Generaldirektor Alexandre de Juniac rief daher noch einmal die Regierungen auf, den Airlines zu helfen.

«Kein genereller Zahlungsausfall»

Es gehe nicht um klassische Rettung durch den Staat. Sondern darum, die vorübergehend fehlende Liquidität zu sichern. «Es ist kein genereller Zahlungsausfall, sondern ein kurzfristiger Mangel an Flüssigem», so de Juniac. Insofern unterscheide sich die aktuelle Situation der Luftfahrtunternehmen auch von der der Banken in der Finanzkrise 2008.

Der Bedarf an Staatshilfen dürfte dennoch ziemlich hoch sein. 150 bis 200 Milliarden Dollar an Unterstützung dürften Airlines laut dem Iata-Generaldirektor durch die Coronakrise brauchen.

Mehr zum Thema

Heckflossen von Delta-Fliegern: Das Logo prangt bald auf noch mehr Airbus.

Airlines in den USA und Boeing brauchen Staatshilfen

Flieger von Miami Air.

Das passierte in der Corona-Krise im März

ticker accident crash absturz

Iata: Unfallrate verbessert sich leicht auf 1,32 Unfälle pro eine Million Flüge

ticker-fracht-cargo

Globaler Luftfrachtmarkt wuchs 2025 - nur Nordamerika im Minus

Video

santa monica douglas dc 3 monument
Er ist mehr als 100 Jahre alt, doch Ende 2028 wird er schließen. Der Flughafen Santa Monica in Kalifornien war zwar nie ein großer Verkehrsflughafen, aber dennoch historisch bedeutsam.
Timo Nowack
Timo Nowack
wrack bombardier crj 900 ntsb
Die Unfalluntersuchungsbehörde NTSB hat neues Videomaterial zum Zusammenstoß einer Bombardier CRJ 900 von Air Canada mit einem Feuerwehrauto am New Yorker Flughafen LaGuardia veröffentlicht. Die Aufnahmen zeigen, wie heftig die Kollision war.
Timo Nowack
Timo Nowack
michael rousseau air canada
Nach dem tödlichen Unglück einer Bombardier CRJ 900 am New Yorker Flughafen La Guardia brachte der Chef von Air Canada sein Mitgefühl zum Ausdruck - allerdings nur auf Englisch. Nun kommt von hochrangiger Stelle eine Rücktrittsforderung - auch, weil es nicht der erste sprachliche Fauxpas ist.
Timo Nowack
Timo Nowack