Airline.comStreit verzögert Lufthansas Monsterprojekt weiter

Der Konzern will die Buchungsmaschinen seiner Airlines vereinheitlichen. Ein Streit mit Entwicklungspartner Datalex verzögert das Lufthansa-Projekt jetzt weiter.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Eigentlich sollte das Monsterprojekt längst abgeschlossen sein. Die Planung sah vor, dass Swiss im ersten Quartal 2018 als erste Fluggesellschaft der Lufthansa-Gruppe live geht. Danach hätten die anderen Netzwerkairlines ihre Webseiten nach und nach auf die neue einheitliche Plattform mit dem Projektnamen Airline.com umstellen sollen. Ende 2018 wäre Lufthansa selbst an der Reihe gewesen.

Doch passiert ist nichts. Bereits in diesem Frühjahr wurde bekannt, dass das Lufthansa-Group-Projekt Airline.com deutlich Verspätung hat. Und inzwischen hat sich der Rückstand auf die Planung ich weiter vergrößert. «Wir gehen nicht vor 2020 live», bestätigt ein Sprecher des Konzerns Recherchen von aeroTELEGRAPH.

56 Millionen Euro im Spiel

Die große Verspätung liegt an technischen Hindernissen, die immer wieder aufgetaucht sind. Selbst simple Vorgänge wie die Ausstellung von Bordkarten hätten bei Tests nicht richtig funktioniert, so ein Beteiligter in Frankfurt. «Ein Desaster», kommentiert er. Airline.com ist das Projekt, mit dem Lufthansa die Buchungsmaschinen der Konzernairlines Austrian, Brussels, Lufthansa und Swiss auf einen einheitlichen Standard bringen will.

Lufthansa setzte für den Bau der gemeinsamen Plattform auf einen externen Software-Entwicklungspartner. Die irische Datalex, spezialisiert auf Anwendungen in der Reiseindustrie, lieferte aber nicht das, was versprochen worden war. Der Konzern zog deshalb kürzlich die Reißleine und kündigte den Vertrag, der gemäß Medienberichten 56 Millionen Euro wert ist. Jetzt streiten Lufthansa und Datalex, wie viel der Luftfahrtkonzern davon zahlen muss. Daneben hat er allerdings auch selbst schon viel in das Projekt investiert. Über hundert Leute arbeiteten daran.

Schritt für Schritt statt Big Bang

Die Folge davon ist, dass Airline.com nun schon zwei Jahre hinter dem Zeitplan liegt. Um nichts zu riskieren, hat sich Lufthansa entschieden, keinen Big Bang mehr zu vollziehen und alles gleichzeitig umzustellen. «Wir planen nun einzelne Funktionen schrittweise live zu schalten, so der Sprecher. Einen neuen Zeitpunkt, bis Airline.com voll läuft, will der Konzern nicht mehr nennen.

Was Airline.com genau zum Ziel hat, lesen Sie im Artikel «Lufthansa bringt Airlines online auf Linie» unter «Mehr zum Thema». In der oben stehenden Bildergalerie erfahren Sie zudem einige geplante Funktionen.

Mehr zum Thema

Der Ablauf der Buchungen wird bei allen Konzernairlines gleich sein. Neu sehen Kunden etwa schon bei der Eingabe des Datums die Preise.

Lufthansa bringt Airlines online auf Linie

ticker-lufthansa

Pilotengewerkschaft kündigt weitere Streiks bei Lufthansa, Cityline, Cargo und Eurowings an

Jubiläumsflieger von Lufthansa: Das Personal ist nicht in Feierlaune.

Kabinenpersonal von Lufthansa streikt erneut - und fährt dem Management in Jubiläums-Parade

Lufthansa-Airbus A320 aus einem Flugzeug: Am 13. und 14. April fallen hunderte Flüge aus.

Lufthansa: Streik beschleunigt das Ende von Cityline

Video

03cb5639-a63e-4644-b420-139634c38344
Die abgelegenste bewohnte Insel der Welt kämpft mit der Angst vor einem Hantavirus-Ausbruch. Nun warf ein britischer Airbus A400 M medizinisches Material über Tristan da Cunha ab – begleitet von Fallschirmjägern und Notfallmedizinern.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Der Airbus A321 Neo von Frontier: Die Passagiere verließen das Flugzeug über die Notrutschen.
Dramatische Szenen am Flughafen Denver: Ein Airbus A321 Neo von Frontier Airlines stoppte den Startlauf abrupt, nachdem das Flugzeug eine Person auf der Piste erfasst hatte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Absturzstelle: Hier prallte der Jet ins Gebirge.
Der Absturz von Flug MU5735 beschäftigt Ermittlungsbehörden seit mehr als vier Jahren. Jetzt deuten neue Daten darauf hin, dass es im Cockpit der Boeing 737 von China Eastern Airlines vor dem Crash zu einem Kampf um die Kontrolle kam.
Laura Frommberg
Laura Frommberg