Beluga XL: Künftig auch mal in die USA unterwegs?

Etops-ZulassungAirbus will Beluga XL über den Atlantik schicken

Der Flugzeugbauer will für zwei seiner neuen Spezialfrachter eine Etops-Zulassung erhalten. Damit könnte Airbus sie auch auf Flüge in die USA schicken.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Albert-Picardie, Bremen, Chester, Madrid, Nantes, Sevilla, St. Nazaire - und sehr viel Toulouse und Hamburg. So lauten die typischen Ziele der hauseigenen Spezialtransporter von Airbus. Mit den Belugas und den neuen Belugas XL fliegt der Flugzeugbauer Bauteile zwischen seinen europäischen Werken hin und her.

Wenn es nach Airbus geht, könnten die Ziele künftig auch mal Florida, New Mexico oder Virgina heißen. Denn der Flugzeugbauer plant, für zwei der Beluga XL eine Etops-Zulassung von 180 Minuten zu beantragen. Dies erklärte Beluga-Chefingenieur Pascal Vialleton gemäß dem Fachmagazin Flightglobal bei einer Konferenz.

Für zwei Beluga XL

Das würde Flüge über den Atlantik ermöglichen. Interessant ist das etwa, um Satelliten zu Weltraumbahnhöfen zu bringen, von wo aus sie mit Raketen ins All geschossen werden. Geplant ist die Etops-Zulassung für die zwei letzten der insgesamt sechs Beluga XL. Sie werden ab 2022 und 2023 eingesetzt.

Etops steht für Extended Range Operations by Turbine-Engine Aeroplanes (gleichwertig verwendet wird auch Extended-range Twin-engine Operation Performance Standards). Die Regel legt die Anzahl der Minuten fest, die Flugzeugtypen auf einem Flug über Meer oder anderem unbewohntem Gebiet maximal vom nächsten Flughafen entfernt sein dürfen. Je höher die Einstufung, desto direktere Routen sind oft möglich.

Unterstützung für die alten Belugas

Die alten Belugas – sie basieren auf dem Airbus A300 und heißen offiziell A300-600 ST – besitzen bereits Etops 180, bei einer Länge von 56,2 Metern, einem maximalen Ladegewicht von 47 Tonnen und einer Reichweite von 1650 Kilometern. Die neuen Beluga XL (Basis A330 und offizieller Name A330-743 L) sind 63,1 Meter lang, können bis zu 51 Tonnen laden und kommen 4000 Kilometer weit. Für sie, dachte man bei Airbus zuerst, sei das nicht nötig.

Nun hat man umgedacht. Das liegt auch daran, dass sich Airbus Gedanken über die Zukunft der fünf alten Beluga macht. Beluga XL könnten die Belugas im Einsatz unterstützen, so Vialleton gemäß Flightglobal. Airbus plante stets, die älteren Spezialtransporter zu verkaufen oder zu vermieten. «Die künftige Rolle des ST wird derzeit geprüft», erklärte der Konzern kürzlich. Die Entscheidung werde bis im Sommer fallen.

Mehr zum Thema

Alle fünf Beluga ST auf einem Foto: Offiziell heißt das Modell A300-600 ST.

Zukunft der alten Belugas entscheidet sich bis im Sommer

Der dritte Beluga XL: Hat den Betrieb aufgenommen.

Dritter Beluga XL tritt zum Dienst an

Airbus vergrößert die Familie der Beluga XL

Airbus vergrößert die Familie der Beluga XL

Emirates und Dubai: Zwei Schwergewichte der Luftfahrt, die zuletzt Passagiereinbrüche verzeichneten.

Wer zählt am meisten Passagiere?

Video

Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack