Kinder mit Skymark-Pappmodell: Die richtige Luftfahrt ist leider etwas komplizierter.

SanierungsplanAirbus torpediert Skymarks Rettungsplan

Die kriselnde japanische Fluggesellschaft reichte ihren Restrukturierungsplan bei Gericht ein. Doch die zwei größten Gläubiger drohen damit, den Plan platzen zu lassen.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation

Masahiko Ichie hat keine leichte Aufgabe. Der Manager der Development Bank of Japan mit viel Erfahrung in der Luftfahrtbranche soll künftig als Präsident Skymark Airlines vorstehen. Die japanische Billigfluggesellschaft hatte im Januar Gläubigerschutz beantragt und arbeitete seither einen Überlebensplan aus. Am Freitag (29. Mai) wurde der am Bezirksgericht Tokio eingereicht. Doch es gibt Widerstand.

Kern des Planes ist eine Herabsetzung des Kapitals auf Null mit nachfolgernder Kapitalerhöhung um 18 Milliarden Yen oder umgerechnet 133 Millionen Euro. Dabei werden die Development Bank of Japan und die Sumitomo Mitsui Financial Group 33,4 Prozent der neuen Aktien zeichnen, die Finanzgesellschaft Integral 50,1 Prozent. Mit 16,5 Prozent wird auch ANA All Nippon Airways Aktionärin. Die Fluglinie wird zur Partnerin von Skymark und erhält Zugang zu wertvollen Landerechten am überfüllten Flughafen Tokio Haneda.

Skymark soll mehr Airbus-Jets einsetzen

Neben Kapitalmaßnahmen greift Skymark im Betrieb durch. Zum einen wurde eine Neupositionierung der Marke vorgenommen. Auch die Airbus A330 wurden stillgelegt. Die Flotte wird auf Boeing 737 vereinheitlicht.  Doch genau das könnte nun zum Knackpunkt werden. Denn Airbus und das stark auf Airbus-Jets setzende Leasingunternehmen Intrepid Aviation sind als die größten Gläubiger gegen den vorgelegten Plan. Sie stören sich daran, dass Skymark nur noch auf Maschinen von Boeing setzten will. Airbus fordert von Skymark rund 610 Millionen Euro als Entschädigung für die Abbestellung von sechs A380.

Offenbar fordern Intrepid und Airbus, dass mehr Airbus-Flieger benutzt werden. Ihr Wort hat Gewicht. Zusammen vereinigen sie 60 Prozent der Schulden auf sich. Sie können den Plan also platzen lasen. Doch wie ein Vertreter von Skymark erklärte, wolle man intensive Gespräche mit den beiden Unternehmen führen. Man sei überzeugt, bis Ende Juli doch noch eine Lösung finden zu können.

Mehr zum Thema

Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.

Airbus A350-1000 ULR glückt Australien-Debüt

ticker-airbus-konzern-

Airbus startet Hybrid-Elektroprojekt für Verkehrsflugzeuge

Airbus A321 XLR: Airbus verpasst auch dem Rest der A320-Neo-Famile Updates vom Airbus A321 XLR.

Airbus macht den A321 Neo besser – mit Technik aus dem Airbus A321 XLR

Der A321 Neo erhält Aufsätze an den Flügelenden: So testet Airbus die künftigen, sehr langen Tragflächen.

Airbus simuliert die neuen Wunderflügel mit einem Airbus A321 Neo - mit Fünfmeter-Aufsätzen

Video

Canadair CL-415 beim Wasser tanken: Das Flugzeug ist Teil des EU-Katastrophenschutzes.
Während in Frankreich, Spanien und Italien Zehntausende vor den Flammen fliehen, mobilisiert die EU ihre Löschflugzeugflotte Resc EU. Doch die Maschinen sind im Schnitt über 30 Jahre alt. Ersatz ist bereits bestellt, kommt aber erst 2028.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
delta kapitaen verlaedet gepaeck
Der Flug ab Atlanta hatte schon Verspätung und es war nur ein Mitarbeiter da, um das Gepäck ins Flugzeug zu laden. Da stieg ein Pilot von Delta Air Lines aus und packte mit an.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies