Kinder mit Skymark-Pappmodell: Die richtige Luftfahrt ist leider etwas komplizierter.

SanierungsplanAirbus torpediert Skymarks Rettungsplan

Die kriselnde japanische Fluggesellschaft reichte ihren Restrukturierungsplan bei Gericht ein. Doch die zwei größten Gläubiger drohen damit, den Plan platzen zu lassen.

Top-Jobs

Lübeck

Safety Manager (m/w/d) am Flughafen Lübeck

Lübeck
Feste Anstellung
Flughafen Lübeck
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Condor Logo Stelle

Duty Manager Ground Handling Center im Schichtdienst (m/w/d)

Feste Anstellung
Condor Flugdienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero-Dienst

Fluggerätmechaniker (w/m/d) als Prüfer / Certifying Staff (m/w/d) EASA Part 66 CAT B1 und/oder B2 für Pilatus

Feste Anstellung
Luftfahrt
Aero-Dienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero-Dienst

Fluggerätmechaniker (w/m/d) als Prüfer / Certifying Staff (w/m/d) EASA Part 66 CAT B1 und/oder B2 für Challenger 650

Feste Anstellung
Luftfahrt
Aero-Dienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Masahiko Ichie hat keine leichte Aufgabe. Der Manager der Development Bank of Japan mit viel Erfahrung in der Luftfahrtbranche soll künftig als Präsident Skymark Airlines vorstehen. Die japanische Billigfluggesellschaft hatte im Januar Gläubigerschutz beantragt und arbeitete seither einen Überlebensplan aus. Am Freitag (29. Mai) wurde der am Bezirksgericht Tokio eingereicht. Doch es gibt Widerstand.

Kern des Planes ist eine Herabsetzung des Kapitals auf Null mit nachfolgernder Kapitalerhöhung um 18 Milliarden Yen oder umgerechnet 133 Millionen Euro. Dabei werden die Development Bank of Japan und die Sumitomo Mitsui Financial Group 33,4 Prozent der neuen Aktien zeichnen, die Finanzgesellschaft Integral 50,1 Prozent. Mit 16,5 Prozent wird auch ANA All Nippon Airways Aktionärin. Die Fluglinie wird zur Partnerin von Skymark und erhält Zugang zu wertvollen Landerechten am überfüllten Flughafen Tokio Haneda.

Skymark soll mehr Airbus-Jets einsetzen

Neben Kapitalmaßnahmen greift Skymark im Betrieb durch. Zum einen wurde eine Neupositionierung der Marke vorgenommen. Auch die Airbus A330 wurden stillgelegt. Die Flotte wird auf Boeing 737 vereinheitlicht.  Doch genau das könnte nun zum Knackpunkt werden. Denn Airbus und das stark auf Airbus-Jets setzende Leasingunternehmen Intrepid Aviation sind als die größten Gläubiger gegen den vorgelegten Plan. Sie stören sich daran, dass Skymark nur noch auf Maschinen von Boeing setzten will. Airbus fordert von Skymark rund 610 Millionen Euro als Entschädigung für die Abbestellung von sechs A380.

Offenbar fordern Intrepid und Airbus, dass mehr Airbus-Flieger benutzt werden. Ihr Wort hat Gewicht. Zusammen vereinigen sie 60 Prozent der Schulden auf sich. Sie können den Plan also platzen lasen. Doch wie ein Vertreter von Skymark erklärte, wolle man intensive Gespräche mit den beiden Unternehmen führen. Man sei überzeugt, bis Ende Juli doch noch eine Lösung finden zu können.

Mehr zum Thema

airbus a350 1000 dubai airshow 2025

Kunde bestellt acht Airbus A350-1000 - aber will sich (noch) nicht zu erkennen geben

ticker-airbus-konzern-

Airbus kann wegen Qualitätsproblemen bei A320 Neo Auslieferungsziel nicht mehr erreichen

airbus beluga st landing mirabel

Airbus sucht Ausstellungsorte für alte Belugas

airbus a320 neo su buy air cairo

Rückkehr zu alter Software-Version: Fast alle Airbus A320 dürfen wieder fliegen

Video

Die Boeing 757 des Justizministeriums der USA nach der Landung in New York: Diktator an Bord.
Nach dem nächtlichen Zugriff der U.S. Army in Caracas endet der Weg des venezolanischen Machthabers vor einem Gericht in New York – an Bord einer 36 Jahre alten Boeing 757 des Justizministeriums der USA.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Die verunglückte ATR 72 von Buddha Air: Überschoss die Landebahn in Bhadrapur.
Bei der Landung in Bhadrapur konnte eine ATR 72 von Buddha Air nicht rechtzeitig abbremsen. Sie schoss 300 Meter über die Piste hinaus. Sieben Menschen wurden dabei verletzt.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
evakuierung flugzeug koffer
Immer häufiger ist zu beobachten, dass Fluggäste bei Evakuierungen mit ihrem Handgepäck das Flugzeug verlassen - und damit ihr eigenes und fremde Leben riskieren. Der Airline-Dachverband Iata will nun mithilfe einer psychologischen Studie herausfinden, was Fluggesellschaften dagegen tun können.
Timo Nowack
Timo Nowack