Airbus A380: Passagiere lieben das Flugzeug.

Vermarktung des SuperjumboAirbus startet eigene A380-Suchmaschine

Die Bestellungen des Airbus A380 lassen zu wünschen übrig - obwohl Passagiere den Superjumbo lieben. Der Flugzeugbauer hat nun einen Weg gefunden, das für sich zu nutzen.

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Es ist eigentlich tragisch: Passagiere lieben den Airbus A380, Fluggesellschaften weniger. Ein so großes Flugzeug lässt sich nicht auf vielen Strecken profitabel betreiben. Doch auf Strecken, auf denen der Superjumbo fliegt, erhöhe sich der Sitzladefaktor, betont Airbus. Eben weil er für viele Passagiere ein entscheidendes Kriterium bei der Buchung ist.

60 Prozent aller Passagiere sind bereit, besondere Anstrengungen zu unternehmen, um mit dem Superjumbo zu fliegen, ergab eine Umfrage unter Passagieren, die am Flughafen London Heathrow ankamen. Dort fliegen mehr Airbus A380 von verschiedenen Airlines als an jedem anderen Flughafen der Welt. Auch Emirates hat diesen Effekt im Übrigen schon festgestellt. A380-Strecken sind bei der Golfairline besser gebucht als andere.

Suchmaschine gebaut

«Bisher gibt es keine Buchungsseite, die dieses Bedürfnis abdeckt», sagt Marc Fontaine, Digitalchef von Airbus. Er und sein Team haben daher in den vergangenen Monaten die Seite iFlyA380 entwickelt, die am Mittwoch (13. Juli) online geschaltet wird. Sie ist eine Meta-Suchmaschine für Passagiere, die gerne mit einem Airbus A380 in den Urlaub fliegen wollen.

Auf der Seite können Passagiere ihr Wunsch-Reiseziel angeben. Dann erhalten Sie Vorschläge von Routen, auf denen sie die ganze oder auch nur einen Teil der Strecke mit dem Airbus A380 fliegen können. Sortiert werden die Suchergebnisse je nach Präferenz der User – etwa danach, wie günstig der Flug ist.

Buchung auf den Seiten der Airlines

Die Buchung selbst erfolgt dann aber nicht über Airbus. «Der Service ist für Passagiere und Airlines kostenlos», erklärt Fontaine. Wenn man sich einen Flug ausgewählt hat, wird man automatisch auf die Buchungsseite der entsprechenden Fluggesellschaft weitergeleitet. Das heißt auch, Airbus verdient nicht direkt an dem Angebot. Aber: Es steigert die Popularität des Superjumbos weiter.

Dafür hat Airbus mit allen 13 Fluggesellschaften, die den A380 in ihrer Flotte haben, zusammengearbeitet. Die lieferten die Inhalte zu ihren eigenen Angeboten: Was bietet die Kabine, welche Ziele sind besonders attraktiv? Bei der Vermarktung helfen soll auch die Einbindung von Sozialen Medien. Laden Passagiere etwa Fotos mit dem Hashtag A380 auf Instagram, so kann es sein, dass Airbus sie anfragt, ob das Foto auf der iFlyA380-Seite verwendet werden kann.

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