Airbus A321 Neo: Der Jet soll auch in einer Long-Range-Version auf den Markt kommen.

A321 Neo Long RangeAirbus will Boeing 757 beerben

Airbus plant einen A321 Neo mit deutlich mehr Reichweite. Damit will der Hersteller Boeing zuvorkommen, die über eine Neuversion der B757 nachdenkt.

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Während Boeing noch nachdenkt, hat Airbus offenbar schon entschieden. Der europäische Flugzeugbauer bestätigte nun, dass er eine Version des neuen A321 Neo lancieren wird, die eine deutlich größere Reichweite aufweist. 1270 Kilometer - so groß soll der Unterschied sein. Statt 5950 Kilometer weit soll der A321 Neo LR (long range) 7220 Kilometer weit fliegen können. Das reicht beispielsweise für einen Direktflug von Frankfurt nach Chicago.

Noch viel wichtiger aber ist, dass der A321 Neo LR damit die Boeing 757 übertreffen wird. Möglich machen das drei Zusatztanks, die in das Flugzeug eingebaut werden. Zudem wird der Long-Range-A321 auch tiefere Kosten vorweisen können. Ein durchschnittlicher Flug werde mit dem neuen Jet 27 Prozent billiger, die Kosten pro Sitz würden 24 Prozent tiefer ausfallen, so ein Airbus-Manager zum Analysehaus Leeham News. Nur bei der Passagierzahl verliert Airbus. Sie beträgt 164, die B757 dagegen kann 169 Menschen transportieren.

Airbus könnte in den USA punkten

Damit zielt Airbus klar auf einen Markt, den derzeit von Boeing kontrolliert wird – mit der B757. Das Modell wird derzeit vor allem von amerikanischen Fluggesellschaften für Flüge von der West- and die Ostküste und umgekehrt eingesetzt. Bei ihnen könnte Airbus nun punkten.

Die Produktion der B757 wurde 2004 eingestellt. Derzeit sind insgesamt noch 819 Maschinen im Einsatz, die meisten davon in den USA. 70 Prozent der weltweiten 757-Flotte gehören amerikanischen Airlines. Boeing denkt seit einiger Zeit darüber nach, einen Nachfolger für das Modell zu bauen.

Ist der Markt groß genug?

Doch noch ist der Konzern nicht sicher, ob sich das lohnen wird. «Wenn man davon ausgeht, dass der Markt für den Nachfolger der 757 aus den Anbietern besteht, die den Flieger schon betreiben, dann reden wir gerade mal von unter 1000 Jets», meinte kürzlich Bloomberg-Analyst George Ferguson. Und ein Neubau ist teurer als der Umbau eines bestehenden Modells.

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