Verschiffung eines A380-Teils aus dem Airbus-Werk Puerto Real: Ein Bild aus guten Zeiten.

KonsolidierungAirbus-Werk in Puerto Real «wirtschaftlich nicht haltbar»

Große Teile des Werkes sind ungenutzt. Airbus wird den Standort im spanischen Puerto Real daher nicht in der aktuellen Form erhalten. Geplant ist eine Zusammenlegung.

Top-Jobs

Aero Bildungs Logo

Ausbilder / Technischer Trainer (m/w/d) für Fluggerätelektronik / Avionik / Cat B2 – Luftfahrttechnik

AERO-Bildungs GmbH
Oberpfaffenhofen
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Document Control Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Prozessmanager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Crossmedia Marketing Content Redakteur (a)

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs

Sogar Juan Cala zeigte Solidarität. Der Fußballer twitterte am 20. April: «Stopp zur Schließung des Airbus-Werks. Für viele Familien in Cádiz ist es die einzige Möglichkeit, zu überleben.» Der Star des CF Cadiz war nicht der Einzige, der die Angestellten unterstützte. In der ganzen Region wurde für die Fabrik in Puerto Real gekämpft.

Der Präsident von Airbus España, Alberto Gutiérrez, nannte die Lage in dem Werk nun allerdings «wirtschaftlich nicht haltbar», wie die Zeitung El Pais berichtet. Mehr als 50 Prozent des Werkes seien ungenutzt. Grund sind laut Gutiérrez das Ende der A380-Produktion und die niedrige Nachfrage nach Großraumjets. Besserung erwarte man erst 2023.

Produktion wird zusammengelegt

Damit bestätigte der Vorstand von Airbus in Spanien laut der Zeitung die Entscheidung der europäischen Luftfahrtgruppe, die Fabrik in Puerto Real zu schließen. Die Produktion von Flugzeugteilen für zivile und für militärische Flieger solle künftig in einem einzigen Werk in der Bucht von Cádiz zusammengefasst werden.

Eine Airbus-Sprecherin erklärt dagegen, es sei noch keine endgültige Entscheidung gefallen, die Verhandlungen mit Arbeitnehmervertretern und der Regierung würden noch laufen. Im Gespräch seien etwa: alternative Maßnahmen, um betriebsbedingte Kündigungen bei den verbleibenden 460 Stellen zu vermeiden; die Zusammenlegung der Aktivitäten in der Region Cádiz «in einem wettbewerbsfähigen industriellen Kompetenzzentrum»; die «Schaffung eines Industrie 4.0-Standorts in Puerto Real».

Viele Stellen bei Zulieferern

Puerto Real liegt 12 Kilometer von Cádiz in Andalusien entfernt. Das dortige Airbus-Werk wurde 1998 als Fabrik von Construcciones Aeronáutica S.A. (CASA) eröffnet. Seit 2000 gehört sie zum Airbus-Konzern. Neben den direkten Arbeitsplätzen hängen von dem Werk indirekt auch bis zu 1700 Stellen bei Zuliefern ab.

Mehr zum Thema

Airbus-A320-Produktion: Es geht nur langsam aufwärts.

Der Kampf einer Stadt um ihr Airbus-Werk

Airbus A220 von Swiss: Noch kein profitables Geschäft für den Hersteller.

Neuer Chef soll Airbus A220 endlich zum Erfolg machen

Wird aus Airbus’ und Boeings Duo- ein Triopol?

Wird aus Airbus’ und Boeings Duo- ein Triopol?

ticker-airbus-neo-1

Airbus liefert im Februar 35 Flugzeuge aus - 28 Orders von drei Kunden

Video

etihad airways manchester city
Die Golfairline sponsort den englischen Fußballpokalwettbewerb FA Cup. Emirates ist dadurch auch auf den Trikots präsent. Doch es gibt eine Ausnahme.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Flughafen München steht kurz vor der Eröffnung von Pier 1: Ein Video zeigt den gesamten Bauverlauf.
In München entsteht seit 2019 ein neuer, 95.000 Quadratmeter großer Pier am Terminal 1. Ende April geht der Bau ans Netz. Ein Zeitraffervideo zeigt sieben Jahre Bauarbeiten in 76 Sekunden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Sonex Onex im Formationsflug: Der Hersteller ist insolvent.
Sonex Aircraft hat seit 1998 Selbstbaukits für Flugzeuge hergestellt. Nun ist das Unternehmen pleite. Der Inhaber wendet sich in einem emotionalen Video an seine Kundinnen und Kunden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies