Airbus A350: Mängel an Oberflächen gewisser Exemplare.

Easa gibt EntwarnungEuropa sieht keinen Handlungsbedarf beim Airbus A350

Katar hat ein Flugverbot für 13 Airbus A350 von Qatar Airways erlassen. Die europäische Luftfahrtbehörde Easa hat die Probleme mit der Rumpfbeschichtung analysiert - und kein sicherheitsrelevantes Problem ausgemacht.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Geht es lediglich um «einige Unregelmäßigkeiten in der Oberflächenbeschichtung», wie Airbus behauptet? Oder gibt es tatsächlich ein größeres, systematisches Problem beim A350, wie Qatar Airways es darstellt? Darüber streiten derzeit der Flugzeugbauer und die Nationalairline des Emirates am Persischer Golf.

Qatar Airways hat vergangene Woche 13 Airbus A350 aus dem Verkehr gezogen. Die Oberfläche des Rumpfes der Flugzeuge unterhalb der Lackierung habe sich «immer schneller» abgenutzt, beklagt sich die Fluggesellschaft. Das Grounding erfolge auf Anweisung der katarischen Luftfahrtbehörde, erklärte sie weiter.

Keine Hinweise auf Strukturprobleme

Anders als die Qatar Civil Aviation Authority QCAA sieht die europäische Luftfahrtbehörde keinen Handlungsbedarf in Sachen Airbus A350. Man wisse seit «Ende letzten Jahres von der Zersetzung der Lackierung und des Schutzanstriches bestimmter A350», erklärt eine Sprecherin der Easa. Man habe das Problem sowohl mit Airbus als auch mit der betroffenen Fluggesellschaft untersucht, um festzustellen, ob ein Risiko für die Lufttüchtigkeit besteht.

Gefunden wurde dabei aber offenbar nichts. «Basierend auf den zur Verfügung gestellten Daten gibt es keinen Hinweis darauf, dass die Lack- und Schutzanstrich-Verschlechterung die Struktur des Flugzeugs beeinträchtigt oder andere Risiken mit sich bringt», so die Easa-Sprecherin gegenüber aeroTELEGRAPH weiter. «Keine anderen Fluggesellschaften haben Lack- und Schutzschäden gemeldet.»

Easa im Gespräch mit Qatar Civil Aviation Authority

Aus dem Umfeld von Airbus hieß es schon zuvor, dass zwar an einigen Oberflächen von A350 Schäden festgestellt worden seien. Diese hätten aber keine Auswirkungen auf die Lufttüchtigkeit. Außerplanmäßige Inspektionen seien keine nötig. Die Easa hat diese Einschätzung nun offiziell bestätigt.

Dennoch tauscht sich die europäische Luftfahrtbehörde mit dem katarischen Pendant aus. Man wolle «feststellen, ob die jüngsten Maßnahmen mit Lufttüchtigkeitsproblemen des Flugzeugmusters zusammenhängen oder nicht», so die Sprecherin.

Mehr zum Thema

Qatar-Airways-Chef Akbar Al-Baker im Airbus A350-1000: Erstkunde.

Warum der Streit mit Qatar Airways so heikel für Airbus ist

Airbus A350-1000 von Qatar Airways: 23 fehlen noch.

Qatar Airways groundet 13 Airbus A350

Lufthansas erster Airbus A350-900 D-AIXA bei der ursprünglichen Bemalung im November 2016: Kommt nun schon wieder in den Lackierhangar.

Airbus lackiert kostenlos drei A350 von Lufthansa

ticker-frankreich

Frankreich bestellt acht Airbus-Drohnen U050 Capa-X

Video

Die Notrutsche wird abtransportiert: Verzögerungen beim Abflug der Boeing 767 von Austrian Airlines.
Eine versehentlich ausgelöste Notrutsche sorgte bei einer Boeing 767 von Austrian Airlines in Montreal für Verspätung. Die Rutsche musste ausgebaut und die betroffene Tür gesperrt werden. Dadurch durften statt 209 nur noch 141 Passagiere mit nach Wien fliegen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack