A350-Rumpf: Die erste Version am Markt wird der A350-900 sein.

«Wir brauchen den A350-800»

Qatar Airways entschied sich gegen die kleinste Version des neuen Fliegers von Airbus. Der Flugzeugbauer setzt dennoch auf die Kurzversion.

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Alle ihre zwanzig georderten A350-800 will die Airline vom Golf nicht mehr. Stattdessen setzt Qatar-Airways-Chef Akbar Al Baker auf die längste Version des neuen Vorzeigefliegers von Airbus, den A350-1000. «Er passt am besten zu unserem Geschäftsmodell», begründete er die Entscheidung gemäß dem Fachportal Flightglobal. 17 der 20 bestellten A350-800 mit Platz für 270 Reisende wandelte Qatar in Bestellungen für die deutlich größere 1000er-Version mit 350 Sitzplätzen um. Die restlichen drei wurden zu Bestellungen für den A350-900 geändert. Diese Version mit 314 Sitzen soll gegen Ende 2014 als erste auf den Markt kommen. Die 1000er-Version soll 2017 erstmals ausgeliefert werden, die 800er 2016.

Insgesamt bleibt es dabei, dass Qatar 80 Flieger der A350-Familie bestellt. 37 A350-1000 und 43 A350-900 wird die Golfairline übernehmen. Bei Airbus sieht man die Entscheidung Qatars gegen den A350-800 gelassen. Zwar gebe es einen Trend zu größeren Fliegern, so Verkaufschef John Leahy gemäß der Nachrichtenagentur Bloomberg. Doch wenn man den A350-800 ganz aufgebe, stünde man ohne einen direkten Konkurrenten zu Boeings B787-9 da. Das gelte selbst wenn der A330 sich als standhaft gegenüber dem Dreamliner erwiesen habe. Von der Reichweite her komme der ältere Flieger weder an die kürzere Version B787-8 heran noch an die B787-9. «Dafür brauchen wir den A350-800.»

900er-Version der Verkaufsrenner

Bis jetzt sammelte Airbus Order für 562 A350 ein, hinzu kommen Optionen für weitere 202 Flugzeuge. Mit 80 Stück ist Qatar der mit Abstand größte Kunde, gefolgt von Emirates mit 70 Exemplaren und Cathay Pacific mit 46. Am besten verkaufte sich bislang die 900er-Version, am klar schlechtesten die 800er.

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