Vier Monate lang arbeiteten dieTechniker von Swiss Aviation Training intensiv am Umbau des alten A330/A340-Simulators.

Neuer Swiss-FlugsimulatorAirbus A330 wurde in Boeing 777 verwandelt

Swiss Aviation Training baute einen Simulator für einen Airbus A330 in einen für eine Boeing 777 um. Eine solche Umwandlung wurde zuvor noch nirgendwo je gemacht. Doch es kam billiger als ein Neukauf.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Es begann mit einem Witz. Ein Mitarbeiter scherzte in einer Pause, man könne doch einfach die Airbus-Sidesticks aus- und Boeing-Steuerhörner einbauen. Und fertig sei der Flugsimulator für die Boeing 777-300ER. Den braucht Swiss Aviation Training für ihre Mutter und größte Kundin Swiss. Denn die bekommt ab Januar 2016 ihre erste von bislang 9 bestellten Boeing 777-300ER und dafür müssen die Piloten geschult werden.

Aus dem Spaß wurde Ernst - vor allem weil der Aufsichtsrat von Swiss Aviation Training der Führung sehr strikte Kostenziele vorgab. Ein Neukauf eines Simulators war daher beim Crew-Ausbildungsunternehmen kein Thema. 15 Millionen Dollar hätte das gekostet. Zu viel. Man suchte nach anderen Wegen und nahm die Idee auf, den bestehenden Simulator für Airbus A330 und A340 als Basis zu nehmen und in einen für die Boeing 777-300ER zu verwandeln. So etwas war zuvor weltweit noch nie gemacht worden.

Umbau kostete einstelligen Millionenbetrag

Am Dienstag (18. August) wurde der neue, von den Behörden zertifizierte Simulator nach einer Projektphase von fast zwei Jahren in Betrieb genommen. Er bildet die Vorgänge im Cockpit anders als andere Simulatoren exakt ab. Das vereinfacht die Schulung und macht sie daher auch billiger. Auch kostenmäßig hat sich der komplizierte Weg gelohnt. «Wir haben einen einstelligen Millionenbetrag ausgegeben», sagt Marcel Witzig, Chef von Swiss Aviation Training.

Anderswo im Konzern machte man es anders. Lufthansa Flight Training besitzt seit gestern ebenfalls einen neuen Simulator für die Boeing 777-300ER. Er wird vor allem für die Schulung der Piloten von Lufthansa Cargo eingesetzt. Das Gerät wurde von Lockheed Martin neu geliefert.

Verfolgen Sie in der oben stehenden Bildergalerie den Umbau und erfahren Sie weitere Details zum neuen B777-Simulator von Swiss Aviation Training.

Mehr zum Thema

ticker-boeing-1

Boeing erhält Milliardenauftrag für neuen US-Navy-Kampfjet F/A-XX

Boeing 737 Max 8 im Hintergrund, Max 10 im Vordergrund: In der Bestellung ist es anders herum.

Boeing hat riesige 737-Max-Bestellung von Turkish Airlines jetzt sicher

Airbus A320 Neo wird bei Tarmac Aerosave zerlegt: Das Unternehmen erweitert seine Zerlegungskapazitäten.

Warum wenige Jahre alte Airbus und Boeing-Flugzeuge schon verschrottet werden

ticker-boeing-1

Sturm lässt Teil einer Wand des Boeing-Werks in Wichita einstürzen

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier