Condor-Flieger: Am 3. Mai hatten einige Fluggäste eine eher beschwerliche Reise.

Hin- und Rückflug mit TückenAirbus A320 von Condor fliegt vom falschen Start- zum falschen Zielort

Starke Winde auf Kreta haben die Reisen von Fluggästen von Condor ziemlich durcheinander gewirbelt. Der Airbus A320 startete und landete nicht am geplanten Ort.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Der Vorfall ist ein Paradebeispiel für einen Dominoeffekt. Ein Airbus A320 von Condor war am 3. Mai eigentlich unterwegs von Frankfurt nach Heraklion auf Kreta. Doch am Zielort herrschten nach dem rund dreistündigen Flug Scherwinde. Deshalb wäre  eine Landung gefährlich gewesen.

Die Crew von Flug DE1686 entscheid sich deshalb, nach Chania auf derselben Insel auszuweichen. Die Gäste mussten dann mit dem Bus die etwas mehr als zweistündige Fahrt nach Heraklion antreten. Da der Flieger jetzt in Chania stand, transportierte die Airline auch die Gäste, die mit ihm nach Frankfurt zurückfliegen sollten, mit dem Bus nach Chania.

Fast fünf Stunden Verspätung

Dort startete DE1663 mit fast fünf Stunden Verspätung in Richtung Frankfurt. Doch auch den geplanten Zielort erreichten die Fluggäste nicht. Während des Fluges des A320 mit dem Kennzeichen D-AICF habe man sie informiert, dass man statt in Frankfurt in München landen werde, berichten Fluggäste aeroTELEGRAPH. Die Airline bestätigt das und nennt auch den Grund. «Aufgrund des ungeplanten längeren Aufenthalts in Chania wäre es bei einer Rückreise nach Frankfurt zu einer Überschreitung der maximalen Dienstzeiten der Crew gekommen», so ein Sprecher.

Dass man dennoch abgeflogen sei, habe daran gelegen, dass man einen ungeplanten Aufenthalt über Nacht in Griechenland habe vermeiden wollen. Weder der Abflug noch die Landung erfolgten also am ursprünglich geplanten Ort. Bei der Ankunft in München gab es dann zwei weitere Probleme. Zum einen war das Gepäck in Griechenland zurückgeblieben. Und zum anderen gab es keine Möglichkeit mehr, so kurzfristig einen Transport der Gäste von München nach Frankfurt zu organisieren.

Gäste mussten Weiterreise selbst organisieren

«Da ein kurzfristiger Bus-Transport von München nach Frankfurt leider nicht realisierbar war, wurden die Gäste gebeten, die Rückreise selbst zu organisieren», bestätigt ein Sprecher. Die «angemessenen Reisekosten» könne man sich vom Condor-Kundenservice erstatten lassen. «Für die entstandenen Unannehmlichkeiten bitten wir in aller Form um Entschuldigung», heißt es von der Airline weiter.

Mehr zum Thema

Airbus A380 von Lufthansa: Heikle Situation über Florida.

Odyssee eines Lufthansa-A380

Fahrrad auf einem Feldweg: Nach abgesagten Flügen 3500 Kilometer im Sattel.

Kein Rückflug mehr - Student radelt nach Hause

Verflogen: Besonders häufig passiert das in Gegenden, wo mehrere Flughäfen nahe beieinander liegen.

Logik der falschen Landungen

ticker-airbus-konzern-

Airbus erhält 25-Jahres-Vertrag für Cybersicherheit in Frankreich

Video

Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
aeroTELEGRAPH-Herausgeber Stefan Eiselin zum Unglück von Flug SR1111: «»
Rauch im Cockpit, ausfallende Instrumente und schließlich ein nicht mehr kontrollierbares Flugzeug: Der Absturz von Flug SR111 von Swissair kostete 229 Menschen das Leben. Die Erkenntnisse aus der Katastrophe führten später zu neuen Sicherheitsregeln – und wirken bis heute nach.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier