LimaAirbus A320 Neo von Latam stößt auf Piste mit Fahrzeug zusammen

Es hätte eine Katastrophe werden können: Als ein Airbus A320 Neo von Latam startete, kollidierte er mit einem Feuerwehrwagen. Zwei Menschen verstarben beim Unglück, der Flughafen Lima bleibt geschlossen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Trainer Aircraft Chief Engineer

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Flug LA2213 hätte am Freitagnachmittag (18. November) in etwas mehr als einer Stunde von Lima nach Juliaca fliegen sollen. Doch dazu kam es nicht. Als der Airbus A320 Neo von Latam um 15:25 Uhr Ortszeit auf Piste 16 des Aeropuerto Internacional Jorge Chávez beschleunigte und bereits eine hohe Geschwindigkeit erreicht hatte, fuhren gerade Feuerwehrfahrzeuge schnell und mit Blaulicht der Bahn entlang.

Auf Aufnahmen einer Überwachungskamera ist zu sehen, wie der vordere Wagen plötzlich abbiegt. Es ist zu sehen, wie er die Piste überqueren will, allerdings im letzten Moment noch abdreht. Doch es war zu spät. Der A320 Neo von Latam mit dem Kennzeichen CC-BHB krachte mit der rechten Tragfläche in das Fahrzeug. Dabei wurde auch das Triebwerk getroffen und das rechte Hauptfahrwerk knickte ein.

Feuerwehrleute verstorben

Sofort brach ein Feuer aus. Eine schwarze Rauchwolke stieg von der rechten Seite des A320 von Latam auf, Flammen sind zu sehen. Zudem ist das Flugzeug nach rechts gekippt. Trotzdem kam es nach einer Weile auf der Piste zum Stehen und die Flughafenfeuerwehr konnte den entstandenen Brand löschen.

Bild: Twitter

Latam bestätigt den Zwischenfall. Weder von den 102 Fluggästen noch den sechs Besatzungsmitgliedern sei jemand gestorben, so die Fluggesellschaft. Zu Verletzten machte sie keine Angaben. Das Nachrichtenportal Peru 21 berichtet  inzwischen, 36 Menschen an Bord seien verletzt worden, vier von ihnen schwer. Auch sie befänden sich aber in einem stabilen Zustand. Hingegen fanden die zwei Feuerwehrleute im Fahrzeug den Tod, ein dritter wurde schwer verletzt.

Gründe für Pistenquerung unbekannt

«Man weiß nicht, was das Feuerwehrauto dort zu suchen hatte», erklärte Manuel Van Oordt, Chef von Latam Peru, gemäß der Zeitung La Republica. Die Gründe würden derzeit untersucht. Man könnte aktuell nicht sagen, ob das Feuerwehrauto eine Genehmigung hatte oder nicht. «Aber wir können betonen, dass Flug 2213 es nicht angefordert hat.»

Der Airbus A320 Neo von Latam ist genau fünf Jahre alt. Die Airline ist die Erstbetreiberin. Eigentümerin des Jets ist das Leasingunternehmen Avolon, von dem die Fluglinie den Jet mietet.

Flughafen Lima geschlossen

Der Flughafen Lima bleibt bis am Samstag um 13 Uhr geschlossen. Er besitzt nur eine Start- und Landebahn. Zuerst müssen die Ermittler die Unfallstelle inspizieren. Danach muss das Wrack entfernt werden. Erst dann kann der Airport der Hauptstadt von Peru wieder geöffnet werden.

Dies ist ein laufendes Ereignis. Der Artikel wird bei Eintreffen neuer Informationen aktualisiert.

Mehr zum Thema

Bombardier CRJ700 von Gojet Airlines: Regionaljet verirrte sich auf Piste, auf der eine Embraer ERJ-145 startete.

«Es war pures Glück, dass es keine Kollision gab»

Boeig 737 von Aeroflot: Eine solche Maschine traf den Mann tödlich.

Mann von startender Boeing 737 getötet

ticker-peru

Saab, Dassault oder Lockheed Martin? Peru verschiebt milliardenschweren Kampfjet-Deal

Blick aufs Vorfeld des Flughafens Lima: Das neue Terminal ist so gut wie fertig.

Fraport streitet mit Ministerium über Terminal-Eröffnung

Video

erdfall la guardia loch
Am New Yorker Flughafen LaGuardia ist nahe einer Start- und Landebahn ein tiefes Loch im Rollweg entdeckt worden. Viele Flüge mussten am Mittwoch gestrichen werden.
Timo Nowack
Timo Nowack
Snowbirds im Formationsflug: Die Flugstaffel fliegt ab 2030 mit Pilatus PC-21.
Über 50 Jahre setzten die Snowbirds auf heimische Strahlflugzeuge von Canadair. Nach der aktuellen Saison ist damit Schluss. Künftig werden die Pilotinnen und Piloten der kanadischen Kunstflugstaffel mit Flugzeugen von Pilatus begeistern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Sukhoi Su-57: Erstflug absolviert.
Die neue Variante des russischen Kampfjets soll nicht nur Pilotinnen und Piloten ausbilden, sondern künftig auch Kampfdrohnen koordinieren. Moskau positioniert die Sukhoi Su-57D damit noch stärker als Antwort auf amerikanische Tarnkappenflugzeuge wie die Lockheed Martin F-35.
gerard al fil
Gérard Al-Fil