A320-Kabine: Soll mehr Passagiere aufnehmen.

Airbus A320 vs. Boeing 737Der Kampf um mehr Sitze

Airbus will in die Modelle der A320-Familie mehr Sitze einbauen. Doch Boeing ist dem Konkurrenten auf den Fersen – und könnte ihn bald überholen.

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Kapazität ist alles. Denn je mehr Passagiere in ein Flugzeug passen, desto mehr zahlende Kunden hat man. Und das können die Fluggesellschaften wahrlich gebrauchen. In kaum einer anderen Branche sind die Margen so niedrig wie in der Luftfahrt. Damit ihre Klienten zufrieden bleiben, arbeiten sowohl Airbus als auch Boeing daran, die maximale Sitzplatzzahl in ihren bestehenden Fliegern zu erhöhen.

Aktuell geht es vor allem um die Mittelstreckenmodelle. Die Europäer haben die Erlaubnis erhalten, mit 189 Plätzen in ihren A320 9 Sitze mehr einzubauen als bislang. Das sind genauso viele, wie in die Boeing 737-800 passen, der direkten Konkurrentin.

Boeing zieht nach

Das gefällt Boeing offenbar gar nicht. Wie ein Manager des 737-Programms gegenüber dem Wall Street Journal erklärte, will man schon bald die maximale Sitzplatzzahl in der B737 auf 199 erhöhen. In der Boeing 737 Max 8, einer effizienteren Version des Mittelstreckenfliegers, soll das Konzept erstmals umgesetzt werden.

Schaffen will Boeing das, indem man unter anderem Änderungen an den Türen des Fliegers vornimmt. Aber auch eine engere Bestuhlung ist vorgesehen. Airbus hat neben dem A320 auch den A321 für eine höhere Passagierzahl vorgesehen. Die längste Version der Familie soll bald 240 statt 220 Passagiere befördern. Toiletten, Türen und andere Kabinenbestandteile werden dafür angepasst.

Boeing 757 ersetzen

Mit dieser Version sollen Airlines, so hofft man bei Airbus, die Lücke füllen, welche die Boeing 757 hinterlassen wird. Der Langstreckenjet mit nur einem Gang wird seit mehr als zehn Jahren nicht mehr produziert und verschwindet langsam aus den Flotten der Fluglinien.

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