Maschine von Air Zimbabwe: Ganze Flotte am Boden.

Air Zimbabwe am Boden

Der letzte flugtüchtige Kurzstreckenflieger der Airline ist defekt. Und die Techniker weigern sich, ihn zu reparieren.

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Es ist das vielleicht letzte Kapitel einer langen und tragischen Saga. Am Montag entdeckte Air Zimbabwe einen Maschinenschaden an ihrer Boeing B737-500. Der Flug von der Hauptstadt Harare nach Bulawayo und Victoria Falls wurde daraufhin gestrichen. Das Flugzeug steht seither am Boden und die Airline kann ihren Inlanddienst nicht mehr aufrecht erhalten. Air Zimbabwe hat kaum mehr Techniker, die den Defekt reparieren könnten. Die Mehrheit verweigert den Dienst, da sie seit langem keinen Lohn mehr erhielt. «Wir sind seit sechs Monaten ohne Lohn. Wie kann man von uns erwarten zur Arbeit zu erscheinen, wenn wir nicht einmal mehr unsere Familien durchbringen?», sagte ein Mitarbeiter der Zeitung News Day. Nicht nur die Techniker verweigern offenbar den Dienst, auch der Rest der Belegschaft kommt nicht mehr arbeiten. Gemäß Medienberichten schuldet die Airline ihren Gläubigern insgesamt umgerechnet 110 Millionen Euro.

Damit steht nun auch noch das allerletzte Kurzstreckenflugzeug der Airline am Boden. Wenige Tage zuvor hatte Transportminister Nicholas Goche die Einstellung aller regionalen und internationalen Flüge angeordnet. Er befürchtet, dass das einzige Langstreckenflugzeug im Ausland von Behörden beschlagnahmt werden könnte, weil die Airline diversen Unternehmen massiv Geld schuldet. Das ist Air Zimbabwe kürzlich in London-Gatwick und Johannesburg passiert. Beide Male konnte das Management die Boeing B767-200 aber wieder auslösen. Nun scheint das Liquiditätsproblem aber nochmals größer geworden zu sein. Man habe nicht länger die Mittel, um die Flüge nach London und Johannesburg durchzuführen, zitiert die Zeitung The Zimbabwe Guardian Air-Zimbabwe-Präsident Jonathan Kadzura. Neben den Routen nach Großbritannien und Südafrika bediente die Fluglinie bislang noch China, die Demokratische Republik Kongo und Sambia. Unklar ist, ob diese Strecken noch geflogen werden. Denn News Day meldete, der Einsatz der Boeing B767 auf den innerafrikanischen Strecken sei viel zu teuer.

Schuld ist Mugabe

Das Chaos bei der nationalen Fluggesellschaft wird von Beobachtern der Regierung angelastet. «Schuld sind alleine Präsident Robert Mugabe und der Aufsichtsrat» sagte etwa Politanalyst Bekithemba Mhlanga dem Radiosender SW Radio Africa. Er bezog sich dabei auf den Umstand, dass der Diktator die Fluggesellschaft immer wieder für private Trips verwendete und das Management die Gesellschaft miserabel führt.

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