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Ausbau in Europa

Air Mauritius will zurück nach Deutschland

Weil sie in finanzieller Not steckte strich Air Mauritius vor vier Jahren ihr Europa-Netz zusammen. Nun geht es der Fluglinie wieder besser. Sie will zurück nach Deutschland und in die Schweiz.

Air Mauritius

Maschine von Air Mauritius: Auf zu neuen Zielen.

Die Traumstrände, die schöne Natur, die Kultur – all das zieht Reisende immer öfter nach Mauritius. Insgesamt reisten 2015 rund 1,2 Millionen Touristen auf die Insel im Indischen Ozean. Besonders in Europa ist die exotische Destination zunehmend beliebt. Letztes Jahr flogen 670.000 Menschen vom Alten Kontinent hin – rund zehn Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Kein Wunder bauen europäische Fluggesellschaften ihr Angebot nach Mauritius aus – so Condor, Lufthansa oder Tui. Nur eine bleibt bislang außen vor. Die nationale Air Mauritius hat ihre Europa-Flüge vor vier Jahren massiv reduziert. Sie steckte damals in einer akuten Finanzkrise und musste sparen. Auch die Flüge nach Frankfurt, Genf und Zürich fielen weg. Düsseldorf und Wien waren bereits früher aus dem Flugplan gestrichen worden.

Märkte vernachlässigt

Doch nun geht es Air Mauritius wieder besser. 2015 flog die Airline einen Gewinn von 675 Millionen Mauritius-Rupien ein (rund 17 Millionen Euro). Im Jahr zuvor hatte noch ein Minus von 1 Milliarde Rupien in den Büchern gestanden. Dank der Gesundung denkt das Management wieder an Ausbau. «Wir glauben gewisse europäische Märkte zurückgewinnen zu können, die wir in den letzten Jahren etwas vernachlässigt haben», sagte Geschäftsführer Megh Pillay kürzlich anlässlich der Hauptversammlung.

Air Mauritius hat dabei vor allem drei Länder im Visier. Sie will unbedingt zurück nach Deutschland, nach Italien und in die Schweiz, wie Pillay weiter ausführte. Zudem will er die Zusammenarbeit mit Air France-KLM weiter ausbauen. Man wolle nicht nur mit Air France Codeshare-Flüge anbieten, sondern auch mit KLM, so der Chef. Verbindungen nach Amsterdam seien interessant, weil man so Reisende gewinne könne, die nicht in Paris umstiegen – etwa aus Skandinavien.

 



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