Airbus 320 von Air Malta: Es sollen drei A320 Neos zur Flotte stoßen.

StellenabbauAir Malta schrumpft massiv und will keine Airbus A321 XLR mehr

Die Nationalairline des Inselstaates ist hochdefizitär. Deshalb hat ihr die Regierung eine harte Sparkur verordnet, bei der die Hälfte der Stellen und der Ziele wegfällt. Auch ihre Langstreckenpläne gibt Air Malta auf.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

In Valetta wartet man. Die EU-Kommission wird in Kürze entscheiden, wie viel Staatshilfe Air Malta erhalten darf. Die Regierung des Inselstaates ist sich bewusst, dass es kein großer Betrag sein wird. Denn sie darf einzig die Verluste ausgleichen, welche der Nationalairline nachweislich durch die Corona-Krise entstanden sind.

Weitere Unterstützungsmaßnahmen sind nicht möglich. Denn Air Malta erhielt zuletzt 2015 Staatshilfe. Die EU erlaubt nur alle zehn Jahre staatliche Eingriffe und das bedeutet, dass die Fluglinie frühestens 2026 wieder unterstützt werden dürfte. Und selbst das wäre nicht sicher, denn sie steckt bereits seit Jahren in den roten Zahlen.

Schließung des Bodenabfertigungsgeschäfts

Seit 2005 hat Air Malta Verluste von 258 Millionen Euro eingeflogen. «Jedes Mal, wenn ein Flugzeug zu irgendeinem Ziel flog, bedeutete dieser Flug einen Verlust für das Unternehmen», erklärte vergangene Woche der maltesische Finanzminister Clyde Caruana gemäß der Zeitung Malta Independent. Gemäß EU-Regeln darf ein Unternehmen aber nur dann unterstützt werden, wenn es auch noch Chancen am Markt hat. Ausnahmen sind nur aufgrund von nicht beeinflussbaren Ereignissen wie der Pandemie möglich.

Im Hinblick auf den geringen Unterstützungsbetrag hat Caruana eine harte Restrukturierung angekündigt, bei der der Personalstand von aktuell noch 890 halbiert wird. Air Malta wird ihr hochdefizitäres Bodenabfertigungsgeschäft schließen. Dadurch fallen 300 Stellen weg. Weitere 110 bis 120 Arbeitsplätze sollen in der Verwaltung und beim Kabinenpersonal wegfallen.

Keine Airbus A321 XLR für Air Malta

Durch kann die Fluggesellschaft 15 Millionen Euro pro Jahr einsparen. Den Betroffenen werden neue Jobs bei der Regierung angeboten. Das ist nicht alles. Das einst 40 Ziele umfassende Netz wurde auf 20 Ziele gekürzt.

Zudem hat Air Malta den Plan aufgegeben, mit drei Airbus A321 XLR Ziele in den USA und in Indien anzusteuern. Stattdessen werde Air Malta drei Airbus A320 Neo leasen, so Caruana. Aktuell besteht die Flotte aus sieben A320.

Mehr zum Thema

Airbus A320 Neo von Air Malta: Unklare Zukunft.

Air Malta nimmt Indien und USA ins Visier

Flieger von Air Malta: Die Airline sucht wieder einen neuen Großaktionär.

Übernahme von Air Malta gescheitert

<p style="text-align: left;">Winglet einer Air-Malta-Maschine: Die Airline verliert viel Geld.</p>

Air Malta sucht Partner zur Expansion

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Video

Das Heck ragt in den Himmel.
Eine Boeing 787 fiel am Gate in Frankfurt auf die Nase. Am Vortag soll es eine Fehlermeldung und einen Technikauftrag für den Dreamliner on Lufthansa gegeben haben.
Timo Nowack
Timo Nowack
guayaquil airbus a350 iberia
Es sollte ein freudiger Moment werden, aber endete mit einem Flugzeug, das nicht mehr abheben konnte. Am Flughafen Guayaquil in Ecuador ist ein Airbus A350 von Iberia beim Wassersalut mit einem Feuerwehrfahrzeug kollidiert.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die D-ABPQ liegt auf der Nase: Die Boeing 787-9 sollte nach Los Angeles fliegen.
Zwischenfall am Flughafen Frankfurt: Das Bugfahrwerk einer Boeing 787 von Lufthansa knickte am Gate ein. Der Dreamliner wurde dabei erheblich beschädigt. Es gab auch mehrere Verletzte unter Crew und Bodenmitarbeitenden.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin