Heckflosse eines Dreamliners von Air India: Wer wird der neue Eigentümer?

PrivatisierungAir India wird gevierteilt

Die indische Regierung macht Ernst mit der Privatisierung. Bis Ende 2018 soll Air India neue Eigentümer bekommen. Das Unternehmen wird dazu zuerst in vier Teile aufgespalten.

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Finanziell steht Air India schlecht da. 489 Milliarden Rupien hoch türmt sich der Schuldenberg der indischen Nationalairline - das sind umgerechnet 6,2 Milliarden Euro. Kein Wunder ließ sich bisher kein neuer Besitzer für das Staatsunternehmen finden. Nun nimmt die Regierung der Fluggesellschaft die riesige Bürde ab, wie dieser Tage beschlossen wurde und verschiebt sie in die eigenen Bücher.

Damit gewinnt der Privatisierungsprozess an Fahrt, der vor einigen Monaten sachte angestossen wurde. Das Kabinett in New Delhi hat nämlich auch beschlossen, Air India in vier Teile aufzuteilen, die dann einzeln verkauft werden. Kern sind die beiden Schwesterairlines Air India (Inlandsverkehr und Langstrecken) und Air India Express (Billigairline für Verbindungen nach Südostasien und in den Nahen Osten). Sie werden als Paket veräussert.

Regierung könnte einen Restanteil behalten

Daneben werden der technische Betrieb, die Bodenabfertigung und die Regionaltochter Air India Regional je als einzelne Firmen privatisiert. «Die Luftfahrtbranche wächst sehr schnell, sie bietet sehr interessante Möglichkeiten. Wir glauben, dass all das Air India stärker machen wird», kommentierte Luftfahrtminister Jayant Sinha die Schritte gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg. Die Privatisierung soll bis Ende 2018 abgeschlossen werden, so das Ziel der Regierung.

In einem ersten Schritt ist der Verkauf von mindestens 51 Prozent der Aktien jedes Unternehmensteils vorgesehen. Die Regierung kann sich vorstellen, einen Anteil zu behalten, um vom Wachstum der privatisierten Air India zu profitieren.

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