Cityjet-Flossen: Bald in deutscher Hand?

Kauft Hans Rudolf Wöhrl City Jet?

Für die Übernahme der Air-France-Tochter gibt es offenbar zwei Interessenten. Einer soll der prominente deutsche Unternehmer sein.

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Offiziell ist City Jet irisch. Doch die Fluggesellschaft ist eine hundertprozentige Tochter von Air France. Noch. Denn die französische Fluggesellschaft will die kleine Airline mit Sitz in Dublin verkaufen. Schon im vergangenen Jahr beauftragte sie eine irische Bank damit, die Transaktion voran zu treiben. Offenbar mit Erfolg. Bis zu zwanzig Interessenten gabe es an der kleinen Fluglinie, die von Paris und London City aus europäische Wirtschaftszentren anfliegt.

Von diesen zwanzig Investoren wählte Air France dann sechs Kandidaten aus, die es in die engere Auswahl kamen. Die Liste wurde nun noch einmal reduziert. Noch zwei Kandidaten seien nun im Rennen - die irische ASL Aviation und die deutsche Intro Aviation, schreibt die Zeitung The Irish Times.

Beide Bieter mit Vorteilen

Für ASL spricht die lokale Nähe. Sie sitzt wie City Jet in Swords bei Dublin und kennt zudem auch die Branche. Die Gruppe ist unter anderem an der Charterairline Europe Airpost und der Frachtfluglinie Aero Contractors beteiligt.

Doch für Intro Aviation spricht vor allem ein Name. Hinter dem deutschen Unternehmen aus Reichenschwand steht Hans Rudolf Wöhrl. Als strategischer Investor hat er sich mit seiner Firma auf Turnarounds und Rettungskäufe von Airlines spezialisiert. Im letzten Jahrzehnt gehörten zu den Projekten unter anderem die Deutsche BA, LTU, die heute zu Air Berlin gehört, oder zuletzt Intersky.

Kein Kommentar

Und auch City Jet kann Hilfe brauchen: Die Airline verliert seit Jahren Geld. Ihre Basis befindet sich am London City Airport. Sie bedient mit 38 Fliegern 21 Ziele in ganz Europa. Eine eventuelle Beteiligung oder Übernahme von City Jet könne man nicht kommentieren, sagt Manager Peter Oncken von Intro Aviation gegenüber aeroTELEGRAPH.

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