C-Series: Wer ist der Käufer?

Bis zu 75 C-SeriesAir Canada rettet Bombardier mit Großbestellung

Innerkanadische Solidarität gibt es doch: Air Canada bestellt 45 C-Series CS300 und sichert sich eine Option auf 30 weitere Exemplare. Bombardier kann endlich aufatmen.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Nichts schien Bombardier mehr zu gelingen. Auftrag um Auftrag ging dem kanadischen Flugzeugbauer durch die Lappen. Und zuletzt verpasste ihm noch die heimische Fluggesellschaft Westjet in Bezug auf das Prestigeprojekt C-Series einen Schienbeintritt. «Ich weiß nicht, ob sie alte Marktdaten hatten oder einfach nicht genug Kunden befragt haben», erklärte Geschäftsführer Gregg Saretsky. «Aber der Flieger ist definitiv zu klein.»

Doch nun straft Bombardier alle Kritiker und Zweifler Lügen - und zahlt es so gleich auch Westjet-Chef Saretsky heim. Air Canada bestellt 45 C-Series CS300 bei Bombardier. Zudem sicherte sich die Fluggesellschaft eine Option auf bis zu 30 weitere CS300, wobei 10 Stück davon auch in CS100 umgewandelt werden können. Dies gab die Fluggesellschaft am Mittwoch (17. Februar) bekannt. «Die Einflottung der C-Series bringt uns eine bedeutende Kostenreduktion. Wir rechnen mit Einsparungen beim Kerosinverbrauch und bei der Wartung von mehr als 15 Prozent», so Air Canada Vorstandsvorsitzender Calin Rovinescu. Die Flieger sollen zwischen 2019 und 2022 geliefert werden.

Air Canada zeigte früh Interesse, aber...

Air Canada hatte schon früh Interesse an der C-Series bekundet. Man möge das Flugzeug, so Rovinescu vor zweieinhalb Jahren. Dann aber vertagte die Fluglinie ihren Entscheid zum Ersatz ihrer Embraer E190, die derzeit noch die Regionalflotte ausmachen. Die brasilianischen Flugzeuge seien «relativ jung, sie weisen eine gute Produktivität und sie sind beliebt bei den Passagieren», so die damalige Argumentation. Für Bombardier war es ein herber Rückschlag, weil der Hersteller einen Großauftrag zur weiteren Finanzierung des Programms und aus PR-Gesichtspunkten damals dringend gebraucht hätte.

Auch jetzt hilft der Auftrag Bombardier - und vielleicht sogar noch mehr als damals. Denn es ist zum einen die größte Order von C-Series, die je platziert wurde. Zum anderen zeigt der Kauf durch Air Canada das Vertrauen einer großen Fluggesellschaft in das Flugzeug und in das Gelingen des Programms. Nun hat Bombardier ganz andere Karten, wenn man mit Interessenten verhandelt.

Nun macht auch Bombardier Rabatte

Lange Zeit machte Bombardier beim Preis keine Zugeständnisse. Doch die neue Führungsriege musste in den letzten Monaten einsehen, dass es hohe Rabatte braucht, um nach den negativen Schlagzeilen Kunden zu überzeugen. Zudem attackierten Airbus und Boeing mit Tiefstpreisen den kanadischen Störenfried. Große Hoffnungen setzen die Kanadier auf Delta Air Lines.

Mehr zum Thema

ticker-bombardier-neu

Bombardier übernimmt kanadisches Werk von Mitsubishi

Bombardier Challenger 3500: Die Ryanair Group hat vier Flugzeuge im Portfolio.

Ryanairs geheime Bombardier-Challenger-Flotte

ticker-bombardier-neu

Südkorea setzt bei zweitem Militärprogramm auf Bombardier Global 6500

ticker-bombardier-neu

Bombardier und Rolls-Royce erweitern Zustandsüberwachung für Global-Reihe

Video

regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack
Blick auf die Unglücksstelle: Die Boeing 767 F rutschte weit über die Piste hinaus.
Der Stimmenrekorder der in Miami verunglückten Boeing 767 F liefert erstmals Einblicke in die entscheidenden Minuten im Cockpit. Einer der Piloten des Fluges von Amazon Air warnte wiederholt vor dem hohen Tempo, automatische Systeme schlugen mehrfach Alarm.
Laura Frommberg
Laura Frommberg