Ein Airbus A320 von Air Asia: Der indonesische Ableger soll deutlich wachsen.

ExpansionspläneAir Asia Indonesia wird die Flotte verdreifachen - und sich neu erfinden

Die Pandemie hat der Gruppe finanziell schwer zugesetzt. Nun stehen die Zeichen bei Air Asia wieder auf Wachstum - zum Beispiel in Indonesien.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Tony Fernandes ist eine Art Michael O'Leary Asiens. Ähnlich wie O'Leary kündigt der Gründer und Chef von Air Asia gerne mal seinen Rückzug an. Im April sagte der 58-Jährige gegenüber malaysischen Medien, dass er damit begonnen habe, seine Nachfolge zu regeln. Erst müsse er die richtigen Führungskräfte anlocken, dann könne er sich irgendwann zurückziehen und sich neuen Themen außerhalb der Luftfahrt widmen.

Doch noch ist der Vorstandsvorsitzende an Bord und seine letzten Aussagen klingen nicht nach Rückzug. Gegenüber Reportern kündigte Fernandes am Rand des Asean-Wirtschaftsforums in Jakarta ein immenses Flottenwachstum für Indonesia Air Asia an. So soll die Flotte der indonesischen Tochter bis 2026 auf 75 Maschinen wachsen. Derzeit betreibt die Fluggesellschaft 28 Airbus A320.

Langstrecken für indonesische Tochter

Neben Mittelstreckenflugzeugen will Fernandes auch Großraumjets für Air Asia Indonesia, berichtet Channel News Asia. Ziel sei es, die Flotte schnell zu vergrößern, um direkt vom Rückkehr des Verkehrs nach der Pandemie zu profitieren. «Wir wollen möglichst viele Direktverbindungen schaffen, wir wollen Routen eröffnen, die wir noch nie zuvor eröffnet haben», so Fernandes.

Dabei hat auch die Air Asia Group stark unter der Pandemie gelitten und ist nicht mehr so groß, wie sie einst war. Air Asia war lange eine Erfolgsgeschichte. Im September 2001 kaufte Fernandes die bereits bestehende Air Asia für einen malaysischen Ringgit, umgerechnet 30 US-Cent von einem Staatskonglomerat und baute sie zur führenden Billigfluggesellschaft Asiens um.

Kleiner als vor der Pandemie

Im Anschluss gründete er oder übernahm in zahlreichen Ländern Asiens Fluggesellschaften, die unter der Marke Air Asia flogen, unter anderem in Thailand, Thailand, Indien, Japan, Indonesien und den Philippinen. Mit Air Asia X betreibt die Unternehmensgruppe auch ein Langstreckenbetrieb ab Kuala Lumpur, der zu Hochzeiten auch Flüge nach London im Programm hatte.

Dann kam die Pandemie und die Passagierzahlen brachen ein. Von rund 50 Millionen 2019 auf 4,5 Millionen ein Jahr später. Die Ableger in Japan und Indien mussten geschlossen werden. Die Langstrecken-Airline Thai Air Asia X beantragte 2022 Gläubigerschutz, nachdem die Fluggesellschaft fast zwei Jahre am Boden bleiben musste.

Neue Geschäftsbereiche

Aktuell scheint es wieder bergauf zu gehen. Neben der Flottenerweiterung für Indonesia Air Asia treibt die Gruppe auch die Gründung von Air Asia Cambodia voran. Die Airline soll wohl noch in diesem Jahr starten.

Neben dem Fluggeschäft will Fernandes auch neue Geschäftsfelder erschließen und zu einem Reise- und Lifestyle-Konzern werden. Dazu wurde die AirAsia Group Bhd im vergangenen Jahr in Capital A geändert. Fernandes will mit dem Non-Airline-Bereich bis 2026 etwa 50 Prozent des Gesamtumsatzes der Gruppe erwirtschaften. Dann könne er die Fluggesellschaften auch einem Nachfolger überlassen.

Mehr zum Thema

Airbus A380 von Emirates an der Dubai Air Show: Diese Airline glaubt weiter an den Superjumbo.

«Ich würde den A380 fallenlassen»

Flieger von Air Asia: Es wird enger.

Air Asia X will A330 so richtig voll stopfen

Kambodschas berühmte Tempelanlage Angkor Wat: Air Asia wird im Land aktiv.

Air Asia baut neue Airline in Kambodscha auf

ticker sin-kung airways

Sin-Kung Airways startet Frachtbetrieb

Video

Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack