Flieger von Air Alps: Hebt nie mehr ab.

Air Alps definitiv am Ende

Die österreichische Regionalfluglinie wird den Flugbetrieb nicht mehr aufnehmen - auch nicht in Russland. Sie fand keinen Investor.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Anfang Jahr machte man sich am Hauptsitz in Innsbruck noch große Hoffnungen. Air Alps hatte ein neues Management bekommen und sollte mit so aus der Krise geführt werden. Die Fluglinie werde «mit neuer Kraft aus alten Stärken durchstarten», liess die Eigentümerin Welcome Air damals verlauten. Und im März sah es dann auch ganz danach aus als ob das gelingen würde. Die Führung hatte einen russischen Investor an der Angel.

Der wollte die österreichische Regionalfluglinie in seiner Heimat fliegen lassen. Sie sollte künftig die Strecke Bryansk - Moskau - St. Petersburg anbieten. «Ich weiß nur, dass die Voraussetzungen für einen Erfolg der Air Alps erfüllt werden», meinte damals der neue Geschäftsführer Günther Gast in einem Interview mit aeroTELEGRAPH.

Krise verschärfte sich mit Verlust von Bozen - Rom

Doch die Hoffnungen haben sich zerschlagen. Wie Welcome Air am Dienstag (20. August) bekannt gab, wird Air Alps liquidiert. Keiner der beiden verbliebenen Investoren habe ein Erfolg versprechendes Konzept vorlegen können, schreibt das Unternehmen in einer Medienmitteilung. «Deshalb sehen wir keine Möglichkeit mehr, den Flugbetrieb wieder aufzunehmen.» 15 Jahre nach ihrer Gründung ist Air Alps damit am Ende.

Die Liquidation trifft 18 Mitarbeitende in Österreich. «Etwa die Hälfte» könne von der Schwesterairline Tyrol Air Ambulance übernommen werden. Für die anderen werde eine «sozial verträgliche Lösung» gesucht. Die gesamte Belegschaft in Italien wurde bereits früher freigestellt. Die Krise verschärfte sich, als Air Alps die Bewilligung für die Strecke Bozen - Rom verlor.

«Gipsbomber»

Zur Welcome Air Luftfahrt mit Sitz in Innsbruck gehören neben der Air Alps auch die Krankentransportanbieterin oder volkstümlich Gipsbomber genannte Tyrol Air Ambulance und die Charterfluglinie Welcome Air, die für Austrian Airlines im Wet-Lease die Strecke Linz - Wien fliegt. Die drei Fluglinien erwirtschaften zusammen einen Umsatz von rund 40 Millionen Euro, schreiben aber alle rote Zahlen. Die Gruppe gehört dem Schweizer Mischkonzern Remi Finanz und Verwaltungs AG.

Mehr zum Thema

ticker-atc

Europas Luftverkehr erreicht erneut Rekordniveau: 37.640 Flüge an einem Tag

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair: Wie viele Flugzeuge hat die Airline-Gruppe?

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Flieger von Air Canada: Kanada erlebt einen Tourismusboom.

USA sind out - noch nie gab es so viele Flüge aus Europa nach Kanada

Video

Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Die VA-1X von Vertical Aerospace: Zeigte in Farnborough, was sie kann.
Elektrische Senkrechtstarter gelten als eines der Zukunftsthemen der Luftfahrt. Auf der Farnborough Airshow demonstrierte Vertical Aerospace eindrucksvoll die Fähigkeiten seines Prototyps. Bis Passagiere regelmäßig mit Evtols fliegen, dürfte allerdings noch einige Zeit vergehen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Airbus A340-300 von Mahan Air bei der Landung im Jemen: Der Airport ist seit zehn Jahren gesperrt.
Ein Airbus A340 von Mahan Air weicht auf einen seit über zehn Jahren gesperrten Flughafen aus, nachdem Regierungstruppen die Landebahn in Sanaa beschossen haben. Die Regierung hat den gesamten Luftverkehr ausgesetzt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies